Uefa-Cup: Stuttgarts junge Stürmer treffen - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Stuttgarts junge Stürmer treffen

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart kann schon fast für die zweite Runde im Uefa-Pokal planen. Im Erstrunden-Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Felix Magath gegen den FK Ventspils aus Lettland zu einem deutlichen Sieg.
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Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat sich auf europäischer Bühne den Bundesliga-Frust von der Seele geschossen und die Weichen für den Einzug in die zweite Runde des Uefa-Cups gestellt. Die bislang in der Bundesliga sieglosen Schwaben bezwangen im Hinspiel den lettischen Vizemeister FK Ventspils mit 4:1 (3:0).

Zweimal Kevin Kuranyi (33./40.), Ioannis Amanatidis (22.) und Aliaksandr Hleb per Handelfmeter (59.) sorgten bei einem Gegentreffer von Wits Rimkus in der 65. Minute dafür, dass das mit 20 Millionen Euro verschuldete Team von Trainer Felix Magath dicht davor steht, zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte die zweite Runde im europäischen Cup zu erreichen. Das Rückspiel wird am 3. Oktober in der lettischen Hafenstadt ausgetragen.

"4:1 ist ein gutes Ergebnis", sagte Spielmacher Krassimir Balakow nach dem Schlusspfiff - und kündigte weitere Tore für das Rückspiel am 3. Oktober an. Torschütze Kuranyi: "Dort können wir auch gewinnen." Auch Trainer Felix Magath freute sich über die überlegene Vorstellung seines Teams im 69. Uefa-Cup-Auftritt des VfB: "Wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit gespielt hat, das war klasse."

Balakow verschießt Elfmeter


Vor nur 6000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion zeigten die ohne vier Stammspieler angetretenen Gastgeber - unter anderem fehlten Fernando Meira (Gelbsperre), Jens Todt (Sehnenreizung) und Thomas Schneider (Asthma) - von Anfang an eine couragierte Leistung und ließen dem Tabellenführer aus Lettland wenig Möglichkeiten. Damit kamen sie der Forderung von Coach Magath nach, der nach vier Unentschieden in den bisherigen fünf Bundesliga-Spielen und trotz der Personalnot "klare Verhältnisse" verlangt hatte.

Magaths Mannschaft drängte den mit drei Nationalspielern angetretenen zweifachen lettischen Vizemeister von Beginn an in die Defensive. Vor allen Dingen der in der zweiten Halbzeit geschonte Routinier Balakow war zunächst Dreh- und Angelpunkt. Allerdings vergab der 36-jährige Bulgare nach 16 Minuten die bis dahin beste Chance, als er mit einem an Amanatidis verschuldeten Foulelfmeter am Gästekeeper Denis Romanows scheiterte. Es war bereits der dritte Strafstoß, den Balakow in dieser Saison nicht verwerten konnte.

Junge Stürmer treffen


Doch der VfB, der in der Saison 2000/2001 immerhin das Uefa-Cup-Achtelfinale erreicht hatte, erhöhte nochmals den Druck. Der emsige Amanatidis war erster Nutznießer. Mit einem Heber ließ der 20 Jahre alte Grieche Romanows keine Chance. Sein gleichaltriger Teamkollege Kuranyi machte in der Folge mit seinem Doppelschlag bereits in der ersten Halbzeit alles klar. Zunächst war er per Kopf zur Stelle (33.), nur sieben Minuten später verwertete er nach einem Konter eine Flanke von Jochen Seitz

Im zweiten Abschnitt wurden die hoffnungslos überforderten Letten weiter geschwächt, als Keeper Romanows mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste (52.). Dennoch langte es für den VfB nur noch zum 4:0 durch Hleb (59.), der einen Handelfmeter sicher verwandelte. Das 4:1 durch Rimkus (65.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Der klamme VfB kassierte für die TV-Übertragung sowie die Bandenwerbung eine Summe von einer halben Million Euro. "Das Geld aus dem Europacup ist für uns ein warmer Regen, der die Löcher etwas stopfen wird", erklärte VfB-Manager Rolf Rüssmann.

VfB Stuttgart - FK Ventspils 4:1 (3:0)
1:0 Amanatidis (22.)
2:0 Kuranyi (33.)
3:0 Kuranyi (40.)
4:0 Hleb (59., Handelfmeter)
4:1 Rimkus (65.)
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Marques, Bordon, Carnell - Hleb (83. Mutzel), Soldo, Balakow (46. Meißner), Seitz - Amanatidis (74. Tiffert), Kuranyi
Ventspils: Romanows (52. Wanins) - Korablows, Troickis, Smirnows, Zaworonkows - Zangarejew, Stukalinas (76. Agafonow), Stepanows, Bicka - Rimkus, Butriks (64. Landirew)
Schiedsrichter: Marian Salomir (Rumänien)
Zuschauer: 6000
Gelbe Karten: Seitz, Meißner - Troickis, Korablows, Smirnows
Bes. Vorkommnis: Romanows hält Foulelfmeter von Balakow (16.)

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