Uefa-Cup VfB, Werder und FCK weiter
Stuttgart - Zwei Wochen nach dem 0:1 in Innsbruck gewannen die in der Bundesliga bisher wenig überzeugenden Schwaben am Donnerstag das Rückspiel gegen den FC Tirol mit 3:1 (3:0) und zogen in die dritte Runde des UEFA-Cups ein. Vor 15.000 Zuschauern im Daimler-Stadion erzielten Thomas Schneider (7.) und Viorel Ganea (18./45.) die Tore für den eine Halbzeit lang groß auftrumpfenden VfB. Nach dem Anschlusstreffer durch Jerzy Brzeczek (62.) mussten die Stuttgarter allerdings bangen. Mit seinen Paraden rettete Torhüter Timo Hildebrand schließlich das Weiterkommen. Für die Tiroler hielt damit die schwarze Serie im Europacup gegen deutsche Clubs an: Auch im sechsten Duell zogen sie den Kürzeren.
Mit einem wahren Powerplay gegen das Innsbrucker Tor begannen die Stuttgarter das "Unternehmen Aufholjagd". Der furiose Sturmlauf wurde mit dem erhofften frühen Führungstor belohnt, als Schneider eine Hereingabe des schnellen Pinto aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Für die Innsbrucker war es das erste Gegentor nach insgesamt 626 Minuten.
Auch in der Folgezeit bestimmte der VfB, bei dem die formschwachen Lisztes und Gerber zunächst auf der Bank blieben, Tempo und Rhythmus der Begegnung. Die zuletzt wenig verwöhnten VfB-Fans begeisterten sich geradezu an dem gefälligen Spiel ihrer Mannschaft. Allerdings machte der FC Tirol Innsbruck den Schwaben die Aufgabe auch nicht allzu schwer. Die Mannschaft war gegenüber dem Hinspiel nicht wiederzuerkennen und leistete sich in der Abwehr immer wieder Anfängerfehler. In der 18. Minute setzte sich Ganea energisch durch und hatte Glück, dass sein abgefälschter Schuss Tirols Keeper Tschertschessow auf dem falschen Fuß erwischte.
Die erste Möglichkeit für die Gäste bot sich dem Ex-Düsseldorfer Anfang erst in der 42. Minute. Nachdem Dundee im Gegenzug kläglich das 3:0 vergeben hatte, machte es Ganea in der Nachspielzeit besser, als er eine Flanke von Pinto per Kopf zu seinem zweiten Tor nutzte. Durch Passivität brachte sich der VfB im zweiten Durchgang fast um die Früchte seiner bis dahin guten Leistung. Zudem wurden die Gäste durch die Hereinnahme von Mair und Brzeczek in der Offensive deutlich stärker. In der 53. Minute konnte Hildebrand noch gegen Mair retten, doch beim Anschlusstor durch den eingewechselten Brzeczek war auch der Stuttgarter Torwart machtlos. Mit einer weiteren Glanztat gegen Brzeczek vereitelte Hildebrand den drohenden K.o.
Von Elmar Dreher, dpa