Uefa-Cup: Werder enttäuscht in Arnheim - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Werder enttäuscht in Arnheim

Das Zwischenhoch des SV Werder Bremen ist offensichtlich vorüber. Im Uefa-Cup-Hinspiel bei Vitesse Arnheim spielte der Bundesliga-Vierte deutlich unter seinen Möglichkeiten und verlor im zweiten Durchgang völlig den Faden.
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Arnheim - Ausgerechnet Frank Verlaat brachte den SV Werder Bremen um eine gute Ausgangsposition für das Zweitrunden-Rückspiel im Uefa-Cup. Beim 1:2 (1:1) der Hanseaten im bei Vitesse Arnheim avancierte der Niederländer mit dem 1:1-Ausgleich (43. Minute) und einem Eigentor (62.) zum tragischen Helden. Matthew Amoah (37.) hatte den Tabellen-Neunten der holländischen Ehrendivision vor 20.000 Zuschauern in Führung gebracht. Im Weserstadion müssen die Bremer am 14. November in ihrem 107. Europapokal-Spiel den Spieß umdrehen.

Angeschlagener Micoud enttäuschte


Beim "Hallenspiel" unter dem geschlossenen Dach der Multifunktions-Arena "Gelredome" vertraute Werder-Trainer Thomas Schaaf jener Elf, die in der Bundesliga zuletzt 1:4 gegen Meister Borussia Dortmund verloren hatte. Auch Regisseur Johan Micoud, der sein Schleudertrauma fast auskuriert hat, und der erkältete Krisztian Lisztes waren wieder mit von der Partie. Beide setzten aber ebenso wie der später ausgewechselte Ailton und sein Sturmpartner Angelos Charisteas kaum Akzente. Dagegen zeigte sich die Werder-Abwehr, die in den letzten beiden Bundesliga-Spielen acht Treffer zugelassen hatte, deutlich verbessert.

Das Spiel hatte zwar Tempo, aber kaum Klasse; prickelnde Strafraumszenen und Torchancen hatten Seltenheitswert. Einer der überfallartigen Angriffe der Gastgeber führte zum Führungstreffer: Amoah zog nach einem Traumpass von Lewschenko davon und ließ Werder-Keeper Pascal Borel mit seinem Flachschuss ins lange Eck keine Chance. Werders Antwort folgte wenig später: Beim 1:1 verlängerte Frank Baumann eine Ailton-Ecke per Kopf - Verlaat stand am langen Pfosten goldrichtig.

Pechvogel Verlaat


Nach der Pause versuchte Werder, Druck zu machen, doch gegen die robuste Vitesse-Abwehr war wenig auszurichten. Ein Konter nach gut einer Stunde besiegelte dann die Niederlage der Bremer. Eine scharfe Hereingabe von Peeters lenkte Verlaat unglücklich ins eigene Tor. Danach spielte der Bundesliga-Vierte plötzlich verunsichert und zeigte sich beeindruckt von der zunehmender Härte der Niederländer. Außer einem Fernschuss aus 18 Metern von Liztes in der 89. Minute, der einen Meter am linken Pfosten vorbeiflog, brachte die Werder-Offensive nichts mehr zustande.

"Wir haben heute den Fehler gemacht, dass wir zu viel wollten", grübelte Werder-Coach Thomas Schaaf nach dem Schlusspfiff. "Ich habe immer gesagt, dass wir mit Geduld spielen müssen. Was ich zu bemängeln habe ist, dass bei uns die nötige Entschlossenheit gefehlt hat. Im Rückspiel kann sich die Mannschaft allerdings beweisen."

Von den rund 1100 mitgereisten Werder-Fans waren 30 vor der Partie in der Innenstadt aus der Rolle gefallen. Einen der Randalierer nahm die niederländische Polizei vorübergehend in Gewahrsam, die anderen Krawallmacher wurden bis ins Stadion eskortiert.


Vitesse Arnheim – Werder Bremen 2:1 (1:1)
0:1 Amoah (37.)
1:1 Verlaat (43.)
2:1 Verlaat (62./Eigentor)
Vitesse Arnheim: Jevric - Cornelisse, Zeman, Stefanovic, Fränkel - Mustapha (79. Hofs), Lewschenko, Rankovic (73. Janssen), Claessens - Peeters, Amoah
SV Werder Bremen: Borel - Baumann, Verlaat, Krstajic - Stalteri, Ernst, Skripnik - Lisztes, Micoud - Charisteas, Ailton (61. Daun)
Schiedsrichter: McCurry (Schottland)
Zuschauer: 20.000
Gelbe Karten: Rankovic, Hofs - Ernst, Skripnik, Daun

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