Uefa Cup: Werder erreicht das Viertelfinale - DER SPIEGEL
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Uefa Cup Werder erreicht das Viertelfinale

Souveräne Leistung: Werder Bremen hat sich durch ein Unentschieden beim AS St. Etienne für das Viertelfinale im Uefa Cup qualifiziert. Nach deutlicher Führung zog sich der Bundesligist zurück - und musste am Ende noch den Ausgleich hinnehmen.
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Hamburg - Werder Bremen hat seinen Aufwärtstrend auch auf europäischer Ebene fortgesetzt und dank einer souveränen Leistung das Viertelfinale im Uefa Cup erreicht. Eine Woche nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen den AS St. Etienne genügte den Hanseaten im zweiten Vergleich mit dem französichen Abstiegskandidaten ein 2:2 (2:0), um in die Runde der letzten Acht einzuziehen. Werders nächster Gegner wird am kommenden Freitag in Nyon (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ausgelost.

Vor rund 28.000 Zuschauern im Stade Geoffroy-Guichard erwischten die Bremer einen Traumstart und sorgten durch einen Kopfballtreffer von Sebastian Prödl in der sechsten Minute früh für klare Verhältnisse. Claudio Pizarro gelang mit seinem dritten Treffer im laufenden Wettbewerb noch vor dem Seitenwechsel das verdiente 2:0 (28.). Yohan Benalouane (64.) und Sebastien Grax (90. +2) schafften für St. Etienne noch den Ausgleich.

Werder ließ sich von der stimmungsvollen Atmosphäre im Stadion der Franzosen nicht nervös machen und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Prödls Führungstreffer im Anschluss an eine Ecke von Nationalspieler Torsten Frings war der verdiente Lohn. Allerdings feierten die rund 400 mitgereisten Bremer Fans die Führung ein wenig zu überschwänglich, brannten bengalische Feuer ab und schossen mit Leuchtkugeln in Richtung Spielfeld und gegnerischer Fanblock. Die französische Polizei nahm drei Bremer Anhänger fest.

"Wir schämen uns permanent für solche Aktionen. Das kostet Werder sehr viel Geld. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Wir versuchen die Schuldigen ausfindig zu machen", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs in der ARD und befürchtete eine Strafe von Seiten der Uefa.

Das Auftreten seiner Mannschaft bereitete dem neuen Vorstandsboss hingegen mehr Freude. Zumal Pizarros 2:0 glänzend herausgespielt war. Nach guter Flanke von Özil traf der Peruaner, der zuletzt wegen seiner Beteiligung an der Spielvermittlungsagentur Image seines Beraters Carlos Delgado ins Zwielicht geraten war, per Flugkopfball.

Den Gästen gelang im ersten Durchgang hingegen kaum eine vielversprechende Offensivaktion. Nach der Pause wurden sie aber stärker und kamen nicht unverdient zum Anschluss. Eine lasche Einstellung zeigten die Franzosen trotz der Aussagen ihres Coaches Alain Perrin nicht. Der Trainer hatte vor der Partie mehrfach betont, sich der "lästigen Aufgabe" Uefa-Cup am liebsten entledigen zu wollen, um Kräfte für den Abstiegskampf in der heimischen Ligue 1 zu sparen.

AS St. Etienne - Werder Bremen 2:2 (0:2)
0:1 Prödl (6.), 0:2 Pizarro (28.), 1:2 Benalouane (64.), 2:2 Grax (90.+2)
St. Etienne: Janot - Verrault, Tavlaridis, Bayal Sall, Benalouane - Hautecoeur (72. Monsoreau) - Matsui (80. Payet), Dernis, Sauget - Gomis, Mirallas (63. Grax). - Trainer: Perrin
Bremen: Wiese - Prödl, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings - Niemeyer (72. Tziolis), Özil - Diego (75. Hunt) - Pizarro (87. Hugo Almeida), Rosenberg.
Schiedsrichter: Alexandru Tudor (Rumänien)
Zuschauer: 28.000
Gelbe Karten: - /Boenisch, Mertesacker, Pizarro

wit/sid