Uefa-Cup: Werder verpasst das Viertelfinale - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Werder verpasst das Viertelfinale

Zahlreiche Chancen und ein bedeutungsloser Sieg: Werder Bremen ist trotz einer offensiv starken Leistung im Achtelfinale des Uefa-Cups gegen die Glasgow Rangers ausgeschieden. Diego traf als einziger gegen die Schotten - viele weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt.
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Bremen - Auch ein 90-minütiger Sturmlauf hat Werder Bremen nicht ins Viertelfinale des Uefa-Pokals gebracht. Trotz hoch überlegener Spielweise reichte es am Ende gegen die Glasgow Rangers nur zu einem 1:0 (0:0)-Sieg. Da die Schotten das Hinspiel vor einer Woche mit 2:0 für sich entschieden hatten, stehen sie trotz der ersten Niederlage nach 20 Pflichtspielen in der Runde der letzten Acht.

Vor 33.660 Zuschauern erzielte Bremens Mittelfeldregisseur Diego in der 58. Minute den einzigen Treffer der Partie. Der brasilianische Nationalspieler düpierte im Zweikampf gleich zwei Gegenspieler und war mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich. Es war der insgesamt 150. Treffer der Bremer in ihrer Europapokal-Geschichte.

"Alles wäre machbar gewesen. Aber wir brauchen uns nicht zu beschweren. Bei so einer Dominanz muss man den Gegner eigentlich mit Toren erdrücken. Wir haben die Chancen gehabt, haben sie aber leider nicht genutzt", sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem Spiel, war mit der Einstellung seiner Mannschaft aber voll zufrieden: "Wir haben alles versucht. Großes Kompliment, was die Mannschaft gebracht hat, nach der Belastung, die wir in der Saison schon hatten." Torschütze Diego war "sehr traurig. Das Ergebnis ist ungerecht. Ich kann mich nicht an ein Spiel erinnern, in dem wir so dominant waren und nicht belohnt wurden."

Bremen hatte das Spiel von der ersten Minute an diktiert, erarbeitete sich zahlreiche Einschussmöglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder an der gut formierten Deckung der Gäste sowie am fehlerfrei haltenden Rangers-Torhüter Allan McGregor. Der Schlussmann des schottischen Rekordmeisters zeichnete sich in mehr als einem halben Dutzend brenzliger Situationen aus und bügelte dabei die ohnehin wenigen Fehler seiner Vorderleute aus.

In der Offensive leistete die Mannschaft von Trainer Walter Smith so gut wie gar nichts. Die einzige nennenswerte Torchance vergab Novo in der 30. Minute und es war bezeichnend, dass der schottische Tabellenführer 49 Minuten brauchte, um einen ersten Eckball herauszuarbeiten. Trotzdem war der Rangers-Coach verständlicherweise zufrieden: "Das Erreichen des Viertelfinals ist für uns ein unerwarteter Erfolg. Normalerweise mache ich keine Einzelkritik, aber ich muss diesmal sagen, dass unser Torhüter für uns das Spiel gewonnen hat", sagte Smith. "Ich muss allerdings auch zugeben, dass wir nach dem Gegentor eine schwere Zeit hatten und es sehr knapp für uns wurde."

Bis zum Strafraum wirkten die Kombinationen des Teams von Coach Thomas Schaaf sehr durchdacht, doch in letzter Konsequenz fehlte wie schon beim Hinspiel vor einer Woche im Ibrox-Park die finale Durchschlagskraft. Daran änderte auch die Einwechslung von Torjäger Boubacar Sanogo wenig, der in der 66. Minute den bis dahin eher schwachen Portugiesen Hugo Almeida ersetzte.

In der Schlussphase wurden die zunächst eher ruhigen 2500 mitgereisten Fans der Schotten immer lauter und schrien das nahende Spielende herbei. Drei Minuten vor dem Ende lenkte McGregor einen Schuss von Sanogo aus drei Metern reaktionsschnell an die Latte. Torschütze Diego sowie der dänische Nationalspieler Daniel Jensen, der diesmal den erkrankten Bremer Mannschaftskapitän Frank Baumann auf der Position vor der Abwehr vertrat, waren die stärksten Akteure beim Bundesliga-Zweiten, der sich von der 3:6-Niederlage am vergangenen Wochenende beim deutschen Meister VfB Stuttgart weitgehend erholt zeigte. Überragender Akteur bei den Rangers war Keeper McGregor.

Werder Bremen - Glasgow Rangers 1:0 (0:0)
1:0 Diego (58.)
Werder Bremen: Wiese - Owomoyela (78. Harnik), Mertesacker, Naldo, Boenisch - Jensen - Borowski, Hunt - Diego - Rosenberg, Hugo Almeida (66. Sanogo)
Glasgow Rangers: McGregor - Broadfoot, Weir, Cuellar, Papac - Dailly - Davis, Hemdani, Ferguson, Adam (58. Whittaker) - Nacho Novo (78. McCulloch)
Schiedsrichter: Hansson (Schweden)
Zuschauer: 33.660
Gelbe Karten: - / Adam Beste Spieler: Jensen, Hunt / McGregor, Cuellar

Lissabon in der Runde der letzten Acht

Sporting Lissabon ist als letztes Team ins Viertelfinale eingezogen. Der 18-malige portugiesische Meister bezwang im Achtelfinal-Rückspiel die Bolton Wanderers nach einem 1:1 im Hinspiel 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Pereirinha (85.). Damit ist die englische Premier League im Viertelfinale nicht mehr vertreten.

Außer Lissabon sowie den Bundesligisten Bayern München und Bayer Leverkusen haben auch die Glasgow Rangers, Zenit St. Petersburg, der FC Getafe, der AC Florenz und der PSV Eindhoven die Runde der letzten Acht erreicht. Die Viertel- und Halbfinals werden kommenden Freitag um 14 Uhr in Nyon ausgelost.

fsc/sid

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