Uefa-Urteil Scholl kommt mit Geldstrafe davon
München/Nyon - Die Disziplinar- und Kontrollkommission des europäischen Fußball-Verbandes (Uefa) verurteilte den Mittelfeldspieler des FC Bayern München am Freitag zu einer Geldstrafe von 5000 Schweizer Franken (rund 6000 Mark), ahndete dessen "Gelb-Geständnis" nach dem Champions-League-Spiel gegen Rosenborg Trondheim (2:1) aber nicht mit einer Spielsperre.
Scholl hatte während des Spiels eine dritte Gelbe Karte provoziert, um mit "reiner Weste" ins Viertelfinale der Champions League gehen und die angefallene Sperre im bedeutungslosen Spiel bei Dynamo Kiew "absitzen" zu können. In einem TV-Interview hatte Scholl zugegeben, dass sein Trikotjubel die "eleganteste Lösung" für die dritte Gelbe Karte war.
Dieses Tun stieß bei der Uefa auf Missfallen. Deshalb heißt es in der Begründung für die Geldstrafe auch: "Scholl hat die Grundsätze der Loyalität, Integrität und sportlicher Gesinnung verletzt.» Die Uefa ließ keinen Einspruch gegen diese Entscheidung zu, den Scholl aber auch nicht vorhatte: "Ich nehme die Strafe an."