Uefa will Elfmeterschießen gerechter machen - DER SPIEGEL
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Fußball Uefa will Elfmeterschießen gerechter machen

ABBA - so heißt der Modus fürs Elfmeterschießen, den die Uefa aktuell testet. Er soll die Ungerechtigkeiten der bisherigen Schussreihenfolge beheben.
Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin (Archivfoto)
Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin (Archivfoto)

Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin (Archivfoto)

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mannschaft A beginnt mit dem ersten Schuss, Team B legt mit zwei Versuchen nach. Dann ist wieder Mannschaft A mit zwei Schüssen an der Reihe. Nach insgesamt fünf Runden steht frühestens der Gewinner fest. Das System "ABBA" erinnert an den Tiebreak aus dem Tennis. Es könnte das bisherige Elfmeterschießen ersetzen.

Bei der U17-Europameisterschaft der Frauen in Tschechien wird derzeit der Modus getestet. Das hat der europäische Fußballverband Uefa mitgeteilt . Bisher legt ein Spieler von Team A vor, Mannschaft B zieht nach. Beide Teams wechseln sich so lange ab, bis jede Auswahl mindestens fünf Schüsse abgegeben hat.

Die Initiative soll das Elfmeterschießen gerechter machen. Laut einer Forschung hat das aktuell beginnende Team eine Chance von 60 Prozent zu gewinnen. Bei der Uefa geht man davon aus, dass der Spieler der nachziehenden Mannschaft einem größeren Druck ausgesetzt ist als der Profi des beginnenden Teams.

Per Münzwurf soll entschieden werden, welche Mannschaft beim "ABBA"-Modus beginnt. Ob der Modus auch bei anderen Turnieren zum Einsatz kommt, wurde zunächst nicht bekannt.

jan/Reuters