UI-Cup-Pleite: Borussia Dortmund am Boden - DER SPIEGEL
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UI-Cup-Pleite Borussia Dortmund am Boden

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start steht Borussia Dortmund am Nullpunkt. Nach dem blamablen Aus im UI-Cup gegen Genk ist Trainer Bert van Marwijk ratlos und der BVB muss auf wichtige Einnahmen verzichten. Plötzlich sind Notverkäufe wieder ein Thema.
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Dortmund - "Für den Verein und die Mannschaft ist das eine kleine Katastrophe. Ein klein wenig ist die Aufbruchstimmung jetzt dahin", sagte Nationalspieler Sebastian Kehl nach dem bitteren 1:2 (0:1) im Drittrunden-Rückspiel gegen den belgischen Verein KRC Genk. Kehl: "Jetzt fangen wir wieder bei Null an."

Dabei sollte Trainer Bert van Marwijk für einen Neuanfang sorgen. "In der ersten Halbzeit haben wir nahezu alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Das Ausscheiden ist für mich eine Riesenenttäuschung", erklärte der Niederländer.

"Mir ist vieles deutlich geworden, was sich ändern muss", sagte van Marwijk nach dem Rückschlag. Fast alle elf Spieler, die in den ersten 45 Minuten auf dem Platz standen, enttäuschten. Erfahrene Kräfte wie Lars Ricken, der wie schon beim 1:0-Hinspielsieg vor einer Woche im Mittelfeld kaum Akzente setzen konnte, Ewerthon, Evanilson, vor allem aber die Innenverteidiger Ahmed Madouni und Andre Bergdölmo waren extrem schwach. Die Rote Karte für Madouni (90.) wegen einer Notbremse passte ins Bild.

Hoffnungen ruhen auf Koller, Rosicky und Jensen

Die BVB-Hoffnungen ruhen nun auf der Rückkehr der Nationalspieler Jan Koller, Tomas Rosicky und Niclas Jensen. "Das sind Profis, die ein anderes Niveau haben", erklärte van Marwijk. Doch noch immer ist nicht ganz sicher, ob die Tschechen Koller und Rosicky weiter für Dortmund auflaufen werden.

Durch die Hintertür wollten die Westfalen doch noch den Uefa-Cup und damit das Saisonziel der abgelaufenen Spielzeit erreichen. Jetzt droht ein neues Finanzloch, auch wenn Manager Michael Meier abwiegelte: "Wir hätten ohnehin noch zwei Runden spielen müssen, der UI-Cup war eine mathematische und ökonomische Option." Da diese aber nicht eingelöst wurde, könnte ein Notverkauf von Torjäger Koller wieder ein Thema werden.

Koller wird von Olympique Marseille umworben, Rosicky hat erst vor wenigen Tagen erneut Wechselabsichten geäußert. "Ich gehe davon aus, dass sie bleiben", sagte van Marwijk zwar, doch BVB-Manager Michael Meier ließ erkennen, dass man Koller bei einem entsprechenden Angebot der Franzosen wohl ziehen lassen würde.

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