UI-Cup: Schalke muss zittern - DER SPIEGEL
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UI-Cup Schalke muss zittern

Der FC Schalke 04 muss um die Teilnahme am Uefa-Pokal bangen. Mit einem knappen Sieg gegen Slovan Liberec im Hinspiel des ersten UI-Cup-Finales schuf sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes nur eine mäßige Ausgangsposition.
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Gelsenkirchen - Vor 55.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke kamen die "Königsblauen" am Dienstagabend gegen die Tschechen nicht über ein 2:1 (2:0) hinaus. Im Rückspiel am 24. August bedarf es nun einer deutlichen Steigerung, damit die Schalker zum zweiten Mal hintereinander über den Umweg des UI-Cups ins internationale Geschäft gelangen können.

Heynckes hatte sein Team gegenüber dem 0:1 zum Bundesliga-Auftakt bei Werder Bremen auf vier Positionen verändert. Beim fünften Sieg im fünften UI-Cup-Spiel setzte das Schalker Brasilien-Trio aus Ailton, Lincoln und Marcelo Bordon zunächst die Akzente.

Der neue Abwehrchef Bordon sorgte nicht nur in der Defensive für Stabilität, sondern schaltete sich gegen den tschechischen Meister von 2002 auch in die Offensive ein. Ein 25-Meter-Freistoß des Brasilianers wurde in der zehnten Minute aber zur Ecke abgewehrt. Auch sein Landsmann Ailton sorgte für Gefahr vor dem Tor der Tschechen. Der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison schlenzte schon nach fünf Minuten den Ball aus 20 Metern an die Latte, in der 19. Minute vergab er aus fünf Metern freistehend mit dem Kopf.

In der 26. Minute hatte Ailton dann mehr Glück. Nach sehenswerter Vorarbeit von Niels Oude Kamphuis und Lincoln schob er aus vier Metern zum verdienten 1:0 ein.

Mit diesem Tor im Rücken zogen die Gastgeber bis zum Ende der ersten Halbzeit ein Spiel mit hohem Unterhaltungswert auf und sprühten vor Spiellaune. Einziges Manko der hoch überlegenen "Königsblauen" war dabei die mangelnde Torausbeute. Nach dem 2:0 durch Gerald Asamoah drei Minuten vorm Pausenpfiff schien die Mannschaft von Jupp Heynckes aber auf dem richtigen Weg.

Nach der Pause ließ Heynckes sogar den angeschlagenen Hamit Altintop und Mike Hanke auflaufen. Doch nachdem Ailton und Asamoah zu Beginn der zweiten Hälfte zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, verflachte das Spiel der Gastgeber. Die Strafe folgte auf den Fuß, als die Tschechen die vielen Konzentrationsmängel der Hausherren nutzten und in der 75. Minute durch Tomas Zapotocny zum Anschlusstreffer kamen. Dieses Tor könnte in 14 Tagen noch verheerende Folgen für die Schalker haben.

Heynckes machte nach dem Schlusspfiff seiner Enttäuschung Luft. "Es ist schon ein kleines Ärgernis, dass wir noch einen Gegentreffer hinnehmen mussten. Wir hätten das Ergebnis schon früher hochschrauben müssen. Es gehört dazu, dass man nach einer 2:0-Führung nachlegt", bemängelte Schalkes Coach.

Asamoah räumte ein, er könne die Enttäuschung der Fans, die das Ergebnis mit Pfiffen quittiert hatten, verstehen. "Wir hätten natürlich höher gewinnen müssen. Unsere Chancenauswertung war nicht gut, das müssen wir im Rückspiel besser machen", sagte der Sturmpartner von Ailton. Auch Torwart Frank Rost sparte nicht mir Kritik: "Wir haben uns auf unserem Vorsprung ausgeruht, das darf nicht passieren."

Die Tschechen, die im UI-Cup-Wettbewerb des vergangenen Jahres im Halbfinale mit 1:2 und 0:0 an Schalke gescheitert waren, stellten sich in diesem Jahr als technisch gute, kampfstarke Mannschaft vor, die am Ende nicht unverdient zum wichtigen Auswärtstreffer kam. Im Team von Trainer Stanislav Gryga taten sich vor allem Petr Lukas und Petr Papousek hervor.

Im Hinspiel des zweiten UI-Cup-Finales trennten sich der französische OSC Lille und UD Leiria aus Portugal 0:0. Im Hinspiel des dritten, rein spanischen Finales siegte der FC Villareal über Atletico Madrid mit 2:0 (0:0).

Schalke 04 - Slovan Liberec 2:1 (2:0)
1:0 Ailton (26.)
2:0 Asamoah (42.)
2:1 Zapotocny (75.)
Schalke: Rost - Kläsener, Bordon, Krstajic - Oude Kamphuis, Vermant, Lincoln, Kobiaschwili, Pander (68. Altintop) - Asamoah (73. Hanke), Ailton
Liberec: Hauzr - Valachovic, Lukas, Kostal, Zapotocny (77. Broschinsky) - Singlar, Papousek, Polak (41. Langer), Hodur - Pospisil, Slepicka (62. Blaha)
Schiedsrichter: Roberto Rosetti (Italien)
Zuschauer: 55.000
Gelbe Karten: Asamoah - Lukas, Broschinsky

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