UI-Cup VfB und Wolfsburg zittern sich weiter
Karlsruhe - Mit Zittersiegen erreichten die Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart das Halbfinale im UI-Cup und sind einer möglichen Uefa-Cup-Teilnahme durch die Hintertür wieder ein Stück näher gekommen. Die "Wölfe" gewannen das Drittrunden-Rückspiel gegen CS Sedan 2:1 (Hinspiel: 0:0) und treffen am Mittwoch in AJ Auxerre erneut auf ein Team aus dem Land des Welt- und Europameisters. Stuttgart machte das 1:2 aus dem Hinspiel mit einem 1:0 gegen RC Lens wett und bekommt es nun mit dem belgischen Ex-Meister Standard Lüttich zu tun. Bei erfolgreichen Halbfinalspielen würde es zu einem deutschen Duell im Endspiel kommen.
"Der Sieg war mehr als glücklich, vor allem, wenn man die Summe beider Spiele in Betracht zieht", lautete das Fazit von Wolfsburgs Trainer Wolfgang Wolf. Charles Akonnor hatte die Niedersachsen in Führung gebracht (33. Minute), Sedans Pius N'Diefi glich 23 Minuten später aus. Die "Wölfe" mussten dann schließlich bis zur 79. Minute zittern, ehe Majid Adjaoud mit einem Eigentor für den Endstand und somit das glückliche Weiterkommen des VfL sorgte. "In der nächsten Runde müssen wir uns steigern. Auxerre spielt mit drei gefährlichen Spitzen", sagt VfL-Mittelfeldspieler Patrick Weiser, der vor seinem Wechsel nach Wolfsburg bei Stade Rennes spielte. Stuttgarts Trainer Ralf Rangnick war trotz des knappen Sieges hoch zufrieden. "Wir haben in puncto Aggressivität ein sehr gutes Spiel geliefert und von der harten Spielweise der Franzosen im Hinspiel gelernt", lobte der Coach seine Mannschaft, bei der sich vor allem Torhüter-Talent Timo Hildebrand mehrfach durch exzellente Paraden hervortat. Der 20-Jährige rettete somit die frühe Führung durch den Brasilianer Marcelo Bordon (6.), der mit einem angerissenen Band im Sprunggelenk spielte, über die Zeit.
Spielmacher Krassimir Balakov kam nicht zum Einsatz, womit sich erneut Streit zwischen dem Bulgaren und Rangnick andeutet. "Das war mit ihm so abgesprochen. Er ist noch nicht hundertprozentig fit, und wir brauchen ihn schließlich noch die gesamte Saison", wiegelte der Coach ab.
Im Halbfinale wartet nun Standard Lüttich mit dem ehemaligen Schalker Michael Goossens auf die Schwaben. Die Belgier genießen bei Rangnick großen Respekt: "Das wird sehr schwer, schließlich hat Lüttich auch in Perugia gewonnen. Dadurch, dass wir wieder im Wildpark spielen müssen, haben wir zudem keinen richtigen Heimvorteil."