Uli Hoeneß: "... dann höre ich auf" - DER SPIEGEL
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Uli Hoeneß "... dann höre ich auf"

Nach Christoph Daum hat jetzt auch Uli Hoeneß sein Schweigen gebrochen. Der Bayern-Manager verknüpft seine Zukunft ganz eng mit dem weiteren Verlauf der Daum-Affäre.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Hoeneß, der zurzeit in den Bundesliga-Stadien gnadenlos ausgepfiffen wird, erwartet von seinen Kritikern Entschuldigungen. In einem "Welt"-Interview sagte er: "Ich muss schauen, dass mein eigener Ruf wiederhergestellt wird. Erst wenn sich auf meinem Schreibtisch die Entschuldigungen stapeln, werde ich Ruhe geben." Ganz weit oben auf der Liste ("die ist ewig lang") stehe Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), die ihn mit einem Gastkommentar in der "Bild"-Zeitung angegriffen hatte. Seinen "Spezialfreund" Willi Lemke dagegen habe er gestrichen: "Was soll ich denn von einem wie dem noch erwarten?"

Der Bayern-Manager fordert die Unterstützung der anderen Vereine: "Glauben Sie nicht, dass es an der Zeit ist, dass sich ein Vorstand auf die Laufbahn stellt und sich mal gegen die Fans wendet? Dieses Tolerieren, dieser Voyeurismus, dieses: Hauptsache, es trifft nicht mich, das ist schlimmer als alles andere."

Sein Vorgehen in der Daum-Affäre verteidigt der 48-Jährige vehement: "Was ich da getan habe, würde ich morgen wieder machen, ich würde es bei meinem Trainer machen, ich würde es bei Jupp Heynckes machen, ich würde es bei meinem Sohn machen. Irgendwann wäre die Sache auf jeden Fall an die Öffentlichkeit gekommen. Aber dann wäre es eine Katastrophe für den deutschen Fußball gewesen." Der Bayern-Manager fühlt sich weiter unverstanden: "Dass man nicht den Kick kriegt zu sagen: Die Sache ist durch Uli Hoeneß ins Rollen gekommen, aber wir müssen alle froh sein, dass es so gekommen ist."

Die massive öffentliche Kritik ist nicht spurlos an Hoeneß vorübergegangen: "Wenn das so weitergeht, dann muss ich das nicht mehr haben. Wissen Sie, worauf das hinausläuft, wenn ich diesen Kampf nicht gewinne? Dass ich aufhöre, das ist doch ganz klar. Das ist doch die Konsequenz. Entweder ich gewinne oder nicht."

Mit Daum hat Hoeneß abgeschlossen: "Ich glaube nicht, dass das jemals noch mal notwendig sein wird, mit ihm in Kontakt zu treten."

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