Umfrage: Unser Rudi ist der Beste - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Umfrage Unser Rudi ist der Beste

Die Verantwortlichen der Bundesligaclubs sind sich fast ausnahmslos darüber einig, dass Rudi Völler Teamchef der Nationalelf bleiben soll - selbst wenn sie die WM-Teilnahme verpasst.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Karl-Heinz Rummenigge (Vizepräsident Bayern München):

Die Hypothek für Rudi Völler bei einem Scheitern gegen die Ukraine wäre groß. Aber wir haben 15 Monate mit ihm als Teamchef erlebt, in denen mehr Licht als Schatten da war. Das ganze Thema muss langfristig aufgebaut werden. Man darf nicht jedes Jahr von einem Trainer zum nächsten springen. Wir brauchen Kontinuität auf dieser Position. Mit Rudi Völler ist diese Kontinuität gewährleistet. Er ist der richtige Mann.


Werner Hackmann (Vorsitzender der Deutschen Fußball-Liga): Ich würde es außerordentlich begrüßen, wenn Völler seine Arbeit fortführt. Er hat gemeinsam mit Michael Skibbe wirklich etwas aufgebaut.


Reiner Calmund (Manager Bayer Leverkusen): Ich kenne Rudi sehr genau, bin ihm auch privat sehr nahe und weiß, wie er denkt. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich darüber noch nichts sagen.


Dieter Hoeneß (Manager Hertha BSC): Auf jeden Fall sollte er weiter machen, weil er der beste Mann dafür ist. Und auch für Rudi gilt, er kann in dieser Rolle mit den Jahren immer noch besser werden. Seine positive Ausstrahlung ist ein wichtiger Faktor.


Reenald Koch (Präsident FC St. Pauli): Völler sollte auf alle Fälle Teamchef bleiben.


Peter Pacult (Cheftrainer 1860 München): Er sollte absolut weiter machen. Er ist so ein positiver Sympathieträger. Ich konnte gar nicht verstehen, dass da nach dem Englandspiel negative Worte gefallen sind.


Felix Magath (Cheftrainer VfB Stuttgart): Völler sollte ganz klar bleiben. Er ist der richtige Mann. Man sollte ihn in Ruhe weiter arbeiten lassen, ihn mehr unterstützen und ihm nicht das Leben so schwer machen wie zum Beispiel nach dem England-Spiel.


Andreas Brehme (Teammanager 1. FC Kaiserslautern): Grundsätzlich ja, obwohl nur Rudi selbst letztlich diese Entscheidung treffen kann und muss. Wenn er aber Ja sagt, dann müssten alle bedingungslos über einen längeren Zeitraum hinter ihm und Michael Skibbe stehen - neben dem DFB also auch die Bundesliga, die Medien und die Fans.


Uli Hoeneß (Manager Bayern München): Da kann ich nur sagen, dass ich davon ausgehe, dass Deutschland sich qualifiziert und demzufolge Rudi Völler Nationaltrainer bleibt.


Rudi Assauer (Manager Schalke 04): Das liegt in der Entscheidungsgewalt des DFB. Da haben wir uns nicht einzumischen.


Klaus Allofs (Sportdirektor Werder Bremen): Ich sehe keine bessere Lösung als Rudi Völler. Er macht gute Arbeit. Er sollte auch bei einem Scheitern im Amt als Teamchef bleiben.


Peter Pander (Manager VfL Wolfsburg): Ich sehe keinen anderen, der das machen könnte. Ich glaube, er hat sehr viel bewegt und kann Deutschland auch auf die WM 2006 vorbereiten.


Jürgen Friedrich (Vorstandsvorsitzender 1. FC Kaiserslautern): Das können nur der DFB und die Personen selbst beantworten.


Friedhelm Funkel (Cheftrainer Hansa Rostock): Ein klares Nein. Wenn wir scheitern sollten, was ich nicht hoffe und auch nicht erwarte, wäre es im Interesse aller, wenn Rudi Völler nicht weitermacht. Ich glaube, dass er für sich schon so entschieden hat. Mit so einer negativen Bürde in den nächsten Monaten in der deutschen Mediengesellschaft als Bundestrainer weiterzuarbeiten, wäre nicht gut für die Nationalmannschaft.


Jürgen Röber (Cheftrainer Hertha BSC): Die Konstellation in der Führung der Nationalmannschaft ist eine gute, die auch so bleiben sollte. Rudi ist wie vorher Franz Beckenbauer ein Aushängeschild, Michael Skibbe arbeitet sehr gut, beide passen gut zusammen.