Unfreiwilliges Saisonende: Lyon sortiert Elber aus - DER SPIEGEL
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Unfreiwilliges Saisonende Lyon sortiert Elber aus

Giovane Elber wird in dieser Saison nicht mehr für Olympique Lyon spielen. Der französische Fußballmeister hat den renitenten Brasilianer aus dem Kader gestrichen und durch Landsmann Nilmar ersetzt. Damit darf der Stürmer auch in der Champions League gegen Werder Bremen nur zuschauen.
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Lyon - "Elber ist weiter ein Angestellter des Clubs, aber in der ersten Mannschaft wird er nicht mehr spielen", sagte Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas. "Die Situation ist schwierig, aber die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir ihn los werden wollen."

Durch die Verpflichtung von Nilmar hat Elber seine Spielberechtigung für die Profi-Mannschaft von Lyon verloren, da in Frankreich jeder Verein nur vier Plätze im Team an Nicht-EU-Ausländer vergeben darf. Per Sondergenehmigung hat der französische Herbstmeister der Ligue 1 die Erlaubnis, davon einen Akteur wegen einer Verletzung auszutauschen. Elber befindet sich nach der zweiten Operation in Folge seines Wadenbeinbruchs weiterhin im Aufbautraining.

Mit der Aussortierung des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs steht endgültig fest, dass Elber in den beiden Champions-League-Partien gegen Werder Bremen zum Zuschauen verurteilt ist. Besonders traurig dürfte der brasilianische Stürmer darüber allerdings nicht sein, da er bereits im Dezember offen über seine Wechselabsichten sprach. Außerdem geriet er mit der Vereinsführung von Lyon aneinander, nachdem diese erfuhr, dass Elber heimlich nach München gereist war, um sich dort erneut am verletzten Fuß operieren zu lassen.

Die Lücke, die Elber in Lyons Offensivabteilung hinterlässt, soll offenbar Fernando Morientes schließen. Aulas bestätigte das große Interesse an dem Nationalspieler vom spanischen Fußballmeister Real Madrid und wäre bereit, eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro für den bis 2006 bei Real unter Vertrag stehenden Angreifer zu zahlen. Erst vor dieser Saison war Morientes vom letztjährigen Champions-League-Finalisten AS Monaco nach Madrid zurückgekehrt. Dort konnte er sich gegen die Superstars Ronaldo, Raul und Michael Owen aber nicht entscheidend durchsetzen.