Unterhaching: Klarer Heimsieg gegen Schalke - DER SPIEGEL
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Unterhaching Klarer Heimsieg gegen Schalke

Schalke 04 musste sich im Hachinger Sportpark am Sonntagabend eine so sicherlich nicht erwartete Niederlage abholen. Der Sieg des Aufsteigers ging völlig in Ordnung.
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München - Die SpVgg Unterhaching sammelt vor heimischer Kulisse weiter fleißig Punkte für den Klassenerhalt. Der Aufsteiger feierte am Sonntagabend dank einer deutlichen Steigerung nach dem Wechsel mit einem 3:1 (0:1) gegen Schalke 04 den höchsten Bundesligasieg und überflügelte mit 29 Punkten den Konkurrenten (28) in der Tabelle. Zwei Wochen nach der ersten Heimniederlage beim 0:2 gegen Bayern München rückten Andre Breitenreiter (66.), Dennis Grassow (69.) und Markus Oberleitner (80.) mit ihren Toren vor 10.500 Zuschauern die Machtverhältnisse im Unterhachinger Sportpark wieder zurecht. Marc Wilmots hatte die in der 2. Halbzeit enttäuschenden Gäste in der 24. Minute in Führung gebracht.

Die Hausherren begannen vor heimischer Kulisse gewohnt offensiv und engagiert. Schon in der 2. Minute prüfte Danny Schwarz Geburtstagskind Oliver Reck (35) im Schalker Tor mit einem Volleyschuss aus 20 m. Die Gäste, die erstmals auf ihren Millionen-Stürmer Emile Mpenza (Muskelverletzung) verzichten mussten, fanden erst nach einer Viertelstunde zu ihrer Linie. Mit durchdachten Kombinationen und dank der reiferen Spielanlage übernahmen das Team von Trainer Huub Stevens dann aber zunehmend das Kommando und gingen durch das siebte Saisontor von Wilmots auch verdient in Führung. Der Belgier überwand Unterhachings Schlussmann Jürgen Wittmann mit einem 18-Meter-Schuss in den Winkel.

Gegen die gut gestaffelte Schalker Abwehr fanden die Gastgeber zunächst kaum Mittel. Einzig bei einem knapp am Gäste-Tor vorbei streichenden Freistoß von Oliver Straube (27.) drohte den Schalkern vor der Pause Gefahr. Nach dem Wechsel änderte sich die Szenerie jedoch schlagartig. Die Unterhachinger kamen wie verwandelt aus der Kabine und schnürten die Gäste phasenweise am eigenen Strafraum ein. Schon vor dem Ausgleich des erst sieben Minuten zuvor eingewechselten Breitenreiter vergaben Markus Oberleitner aus zwei Metern (48.) und Jochen Seitz (59.) gute Gelegenheiten für die von Kapitän Matthias Zimmermann unermüdlich nach vorn getriebenen Gastgeber.

Die Schalker hatten zu diesem Zeitpunkt durch Radoslav Latal, der von Wittmann im letzten Moment gestoppt wurde, und Gerald Asamoah die mögliche Entscheidung verpasst und wurden durch das Tor von Grassow für ihre Passivität bestraft. Der Manndecker nutzte eine Verwirrung im Schalker Strafraum nach einem abgewehrten Schuss von Seitz zu seinem ersten Saisontor, dem Oberleitner in der Schlussphase sogar noch den dritten Treffer für die nun klar dominierenden Hausherren folgen ließ.