Vertrag bis 2008 Kahn bleibt ein Bayer
Hamburg - "Die Mannschaft hat einen Super-Charakter, eine tolle Moral und ist sehr hungrig nach Erfolgen. Wir sind auf einem guten Weg wie beim Champions-League-Sieg 2001", sagte Kahn. Außerdem sei er nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, er sei zu gut, um aufzuhören. Daher hat der 36-Jährige seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem FC Bayern München bis zum Jahr 2008 verlängert und sich gegen einen möglichen Wechsel nach Japan entschieden.
Auch eine Fortsetzung seiner Nationalmannschafts-Karriere nach der Weltmeisterschaft sei für ihn denkbar. "Da muss man abwarten und schauen, wie ist das Turnier gelaufen? Dann werde ich mich kurzfristig entscheiden, ausschließen will ich aber nichts, denn man sollte sich immer Ziele setzen", sagte Kahn.
Gegenüber der "Bild"-Zeitung begrüßte Trainer Felix Magath die Entscheidung seines Torwarts. "Das ist toll. Olli ist in einer herausragenden Verfassung. Kahn steht für Stabilität und Kontinuität und kann auch in seinem Alter auf hohem Niveau spielen", wird der Coach zitiert.
In Kahn hätten die Bayern einen weiteren Leistungsträger über die laufende Saison hinaus vertraglich an sich gebunden. Zuvor hatten bereits Sebastian Deisler (bis 2009) und Weltmeister Lucio (bis 2010) sowie Philipp Lahm (2008), Bastian Schweinsteiger (2008), Martin Demichelis (2008), Owen Hargreaves (2010) und Roque Santa Cruz (2009) ihre am 30. Juni 2006 bzw. 2007 auslaufenden Verträge verlängert. Dazu wurde der 22 Jahre alte Lucio dos Santos aus Paraguay bereits für die Rückrunde verpflichtet und mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet.
Nach wie vor droht zum Saisonende allerdings ein Verlust der Leistungsträger Michael Ballack und Willy Sagnol. Magath ist allerdings überzeugt, dass die Unterschrift von Kahn vor allem für Sagnol ein wichtiges Zeichen ist, trotz des Angebots von Juventus Turin in München zu bleiben. "Ich denke, jetzt wird auch der Willy verlängern", sagte Magath der Münchner "AZ".
Skeptischer äußerte sich die Vereinsführung erneut zum Verbleib von Michael Ballack bei den Münchnern. "Michael würde ich als große Hängepartie bezeichnen", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Auf die Entscheidung Ballacks habe man "relativ wenig Einfluss".