Vertragsmauschelei: Ultimatum an Bayer 04 - DER SPIEGEL
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Vertragsmauschelei Ultimatum an Bayer 04

Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen droht neuer finanzieller Ärger: Transfergelder beim vor fünf Jahren getätigten Wechsel der kroatischen Spieler Jurica Vranjes und Marko Babic von NK Osijek nach Leverkusen sollen nicht bezahlt worden sein. Nun könnte es sogar vor das FIFA-Schiedsgericht gehen.
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Hamburg - Laut Informationen des SPIEGEL könnte der Wechsel der kroatischen Fußballer Jurica Vranjes und Marko Babic zum Bundesligisten Bayer Leverkusen ein juristisches Nachspiel haben. Nachdem der SPIEGEL Ende Juli über Ungereimtheiten beim Transfer der Kicker berichtet hatte, will der kroatische Erstliga-Club NK Osijek den deutschen Werkclub nun vor das Fifa-Schiedsgericht zerren, falls dieser sich nicht binnen 15 Tagen zu dem Fall äußert.

In dem Streit geht es um die 1999 vereinbarte Ablösesumme von 13,75 Millionen Mark. In einem Brief vom 3. August, der vom kroatischen Fußballverband an den Deutschen Fußball-Bund weitergeleitet wurde, beklagt der NK Osijek, dass die Transfersumme "bis heute nicht" auf dem Konto des Vereins eingegangen sei. Tatsächlich hatte Bayer, auf Anweisung des seit 15 Monaten wegen Untreue inhaftierten Ex-Präsidenten des NK Osijek, Antun Novalic, das Geld am 4. Januar 2000 überwiesen - jedoch nicht auf das Vereinskonto bei einer Bank in Zagreb, sondern auf ein Nummernkonto bei der Credit Suisse in Zürich.

Nach Aussage des früheren Bayer-Geschäftsführers Reiner Calmund floss die gesamte Summe, abzüglich eines Handgelds für die Kicker, an Novalic, der damals "den Verein zu 80 Prozent finanziert hat". Für den neuen Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser ist der Fall deshalb erledigt. "Wir haben das Geld auf ein vom Verein genanntes Konto gezahlt. Ob Herr Novalic das Geld womöglich für sich behalten hat, ist nicht unser Bier."

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