VfL Wolfsburg: Akpoborie soll gehen - DER SPIEGEL
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VfL Wolfsburg Akpoborie soll gehen

Die Anzeichen verdichten sich, dass der in eine Affäre um Kindersklavenhandel verstrickte Wolfsburger Fußballprofi Jonathan Akpoborie auf Druck des Hauptsponsors VW den Bundesligisten verlassen muss.
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Wolfsburg - Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur muss nur noch über die Modalitäten der Trennung verhandelt werden, die innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein soll.

Der nigerianische Nationalspieler war in die Schlagzeilen geraten, weil nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef auf dem Akpoborie gehörenden Schiff "Etireno" Kindersklavenhandel betrieben wurde.

"Ich kann das nicht bestätigen. Der Spieler ist freigestellt, um die Dinge zu klären", erklärte VfL-Manager Peter Pander am Donnerstagnachmittag. Schon die Freistellung Akpobories, der mehrfach seine Unschuld beteuert hatte, war auf Druck der Volkswagen AG geschehen.

VW wollte keinen Kommentar abgeben

VW ist nicht nur Hauptsponsor des Clubs, sondern von der kommenden Saison an auch 90-prozentiger Gesellschafter. Zu der angeblichen Trennung von Akpoborie wollte das Wolfsburger Autounternehmen keinen Kommentar abgeben.

Vor einigen Tagen hatte jedoch das VfL-Vorstandsmitglied Bernd Sudholt, zugleich stellvertretender Vorsitzender des VW-Gesamtbetriebsrats, erklärt, dass Akpoborie nach seiner "persönlichen Meinung" nur dann weiter für Wolfsburg spieln könne, "wenn klar ist, dass sein Schiff nie für illegalen Kinderhandel benutzt wurde".

Akpoborie und seiner Familie gehören das Schiff

Laut einem Unicef-Bericht sollen sich 43 Kinder an Bord der "Etireno" befunden haben, die von ihren Eltern verkauft worden waren. Laut Akpobories Angaben sind er und seine Familie Eigner des Schiffes. Akpoborie, der seit 1999 beim VfL ist und in dieser Saison 20 Bundesligaspiele für Wolfsburg bestritt, hatte sich mehrere Tage in Benin aufgehalten, wo sein Schiff lag, um die Vorwürfe zu klären.

Seine Beratungsagentur Rogon hat nach Angaben von Sprecher Stefan Backs seit vergangenem Sonntag keinen Kontakt mehr zu Akpoborie. Der Stürmer hatte seine Rückkehr nach Deutschland für Mitte der Woche angekündigt.

"Fortsetzung westlicher Verschwörung gegen afrikanische Interessen"

Nach einem Bericht der nigerianischen Zeitung "The Guardian" hat Akpoborie am Mittwochabend in Lagos eine Pressekonferenz gegeben. Dort sprach der frühere Profi des VfB Stuttgart und von Hansa Rostock nach Angaben der Zeitung von einem "bösen Scherz und einer Fortsetzung westlicher Verschwörung gegen afrikanische Interessen".

Der Rechtsberater von Akpobories Firma Titanic Investments sagte nach Angaben des nigerianischen Blattes, dass es falsch sei, den Fußballprofi mit der Angelegenheit in Verbindung zu bringen. Akpoborie sei nicht in das Tagesgeschäft einbezogen, auch wenn er Eigner der Firma sei, der das Schiff gehört.

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