Fußball-Bundesliga VfL Wolfsburg trennt sich von Trainer Niko Kovač
Niko Kovac am Rande des Spiels seines VfL Wolfsburg gegen Augsburg
Foto:Swen Pförtner / dpa
Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von seinem Trainer Niko Kovač getrennt. Das bestätigte der Klub am Sonntagvormittag und reagierte damit auf eine schon mehrere Monate andauernde sportliche Krise. Zuvor hatten bereits die »Bild« und die »Wolfsburger Allgemeine Zeitung« über die Entlassung berichtet.
Am Vortag hatte der VfL zu Hause 1:3 gegen den FC Augsburg verloren. Der Vorsprung der Wölfe auf den Relegationsplatz und schmolz durch den Sieg des FSV Mainz 05 gegen Bochum auf sechs Punkte zusammen. Damit ist der Klub wenige Wochen vor dem Saisonfinale inzwischen in akuter Abstiegsgefahr.
»Nach der Niederlage gegen den FC Augsburg sind wir in der internen Aufarbeitung des Spiels und unserer Gesamtsituation zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden«, sagte Geschäftsführer Marcel Schäfer: »Wir bedauern die Entwicklung und halten es für erforderlich, der Mannschaft jetzt einen neuen Impuls zu geben, um die Situation zu stabilisieren.«
Kovač trainierte Wolfsburg seit 2022
Wolfsburg, mit Europapokal-Ambitionen in die Saison gestartet, steht derzeit nur auf Platz 14 in der Bundesligatabelle. Mit 25 Punkten nach 26 Spielen hat der Werksklub die schwächste Bilanz seiner Bundesligageschichte zu diesem Zeitpunkt. Unter Kovač gewann das Team keines der letzten elf Ligaspiele.
Kovač trainierte den VfL Wolfsburg seit 2022, sein Vertrag lief noch bis 2025. In seiner Premierensaison verpasste er mit Platz acht die angestrebte Europacup-Qualifikation. In dieser Spielzeit stehen sechs Siege 13 Niederlagen gegenüber. Gegen Augsburg kassierte der VfL die dritte Pleite in Serie.
»Natürlich bin vor allem ich als Cheftrainer enttäuscht darüber, dass es uns nicht gelungen ist, trotz vielversprechender Ansätze den Turnaround zu schaffen«, sagte Kovac laut Vereinsmitteilung: »Der Mannschaft, dem gesamten Klub und seinen Fans wünschen wir das Allerbeste für den weiteren Saisonverlauf und für die Zukunft.«
Als mögliche Nachfolgekandidaten gelten spätestens für den Sommer unter anderem die ehemaligen Bundesligatrainer Bo Svensson (zuletzt Mainz 05) und Ralph Hasenhüttl (zuletzt FC Southampton) sowie Matthias Jaissle (Al-Ahli).