Videobeweis entscheidet das Länderspiel zwischen Spanien und Frankreich - DER SPIEGEL
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Spanien gegen Frankreich Videobeweis entscheidet Länderspiel

"Ein positiver Testlauf": Die deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer und Tobias Zieler haben beim Spiel zwischen Frankreich und Spanien den Videobeweis ausprobiert. Zwei Korrekturen entschieden die Partie.
Felix Zwayer (l.), Hugo Lloris
Felix Zwayer (l.), Hugo Lloris

Felix Zwayer (l.), Hugo Lloris

Foto: Christophe Ena/ dpa
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Härtetest bestanden: Ein deutsches Schiedsrichter-Team um Felix Zwayer hat positive Erfahrungen bei seiner Videobeweis-Premiere gemacht. Beim 2:0 (0:0)-Sieg der spanischen Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen Frankreich in Paris griff Video-Assistent Stieler dreimal ein - zweimal nahm Schiedsrichter Zwayer seine Entscheidung zurück.

"Es war ein positiver Testlauf, denn wir sind dank des Videobeweises in allen Fällen zur richtigen Bewertung der jeweiligen Szene gelangt", sagte Fifa-Referee Zwayer: "Die Zusammenarbeit mit dem Video-Assistenten hat präzise, schnell und sehr professionell funktioniert."

Zunächst ging es um eine Szene in der 48. Minute: Beim Stand von 0:0 hatte Antoine Griezmann die vermeintliche Führung erzielt. Auf Hinweis von Stieler erkannte Zwayer den Treffer allerdings nicht an, weil Vorbereiter Layvin Kurzawa im Abseits gestanden hatte. Die Überprüfung dauerte 25 Sekunden.

"Als ich den Spielern auf dem Rasen signalisierte, dass ich mit dem Video-Assistenten kommuniziere, sind sie souverän und respektvoll mit der Situation umgegangen", sagte Zwayer: "Wir werden die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um das System gemeinsam im Sinne des Fußballs weiterzuentwickeln."

In der 68. Minute erhielt Spanien einen Elfmeter zugesprochen, diese Entscheidung bestätigte Stieler innerhalb von nur zehn Sekunden, David Silva verwandelte. In der 77. Minute entschied Zwayer nach einem spanischen Treffer durch Gerard Deulofeu auf Abseits. Anschließend nahm er aber Funkkontakt zu Stieler auf und revidierte sein Urteil - der Treffer zählte. Für die Bewertung benötigten die beiden Unparteiischen 20 Sekunden.

In der Bundesliga wird das System ab der kommenden Saison in jedem Spiel (einschließlich der Relegation) zum Einsatz kommen. Derzeit läuft noch die "Offline-Phase" ohne direkten Eingriff der Video-Assistenten ins Spielgeschehen. Die erste Phase dieses Tests ist nach Erkenntnissen von DFB und DFL erfolgreich verlaufen.

aev/sid