Rote Karte im Spielertunnel Viktoria Köln suspendiert Streit
Ex-Bundesligaprofi Streit (hier noch im Trikot von Alemannia Aachen): "Nur Gerangel"
Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpaHamburg - Ex-Bundesliga-Profi Albert Streit ist nach seiner mutmaßlichen Attacke im Spielertunnel gegen Bochums Fabian Götze von seinem Arbeitgeber Viktoria Köln freigestellt worden. Das bestätigte der Verein am Montag.
"Er hat darum gebeten, bis zur möglichen Verhandlung nicht mehr am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen zu müssen", sagte Viktoria-Pressesprecher Franko Fischer SPIEGEL ONLINE. Der Bitte sei der Verein nachgekommen. "Wir haben beschlossen, Albert bis auf weiteres zu suspendieren", so Viktoria-Sportchef Franz Wunderlich gegenüber dem Kölner "Express".
Streit soll am Sonntag in der Halbzeitpause des Spiels der Kölner gegen die Reservemannschaft des VfL Bochum in der Regionalliga West Gegenspieler Fabian Götze, Bruder des BVB-Stars Mario, geschlagen haben. Dafür kassierte er den Platzverweis.
Streit soll Götze dabei im Gesicht getroffen haben - direkt vor den Augen des Schiedsrichter-Assistenten. Streit bestreitet die Vorwürfe. "Meinen Sie, der hätte weiterspielen können, wenn ich ihn geschlagen hätte?", hatte der 32-Jährige dem "Express" gesagt: "Im Spielertunnel hatten wir ein Wortgefecht. Es gab auch ein Gerangel. Aber mehr nicht."
Sein Trainer Ralf Außem sah das allerdings anders. "Der Schiedsrichter hat die richtige Entscheidung getroffen", sagte der Viktoria-Coach, "Albert hat sich zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen und der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.
Der betroffene Bochum-Spieler Götze hat sich bislang noch nicht zu dem Sachverhalt geäußert. Dies werde er auch erst bei einer möglichen Verhandlung tun, teilte sein Verein am Montag mit.
Für Streit war es schon der zweite Platzverweis binnen vier Wochen, insgesamt bereits der vierte in dieser Saison. "Ich habe mich lange genug vor die Spieler gestellt und immer auf die Fresse bekommen. Es reicht. Es ist das Beste, was wir tun können", so Viktoria-Sportchef Wunderlich im Kölner "Express". Streit soll vom Club zudem eine Geldstrafe erhalten.