Völler-Nachfolger Novize Klinsmann will Teamchef werden
Frankfurt am Main - "Ich will eine federführende Rolle spielen - die eines Teamchefs. In den nächsten Tagen geht es ans Eingemachte", sagte Klinsmann heute auf einer Pressekonferenz am Frankfurter Flughafen. Der frühere Nationalstürmer, der sich damit erstmals konkret auf eine Position im DFB-Führungszirkel festlegte, ist aus seiner Wahlheimat Kalifornien zu Verhandlungen mit dem Verband nach Deutschland gereist.
"Wir werden noch weitere Gespräche führen, und ich werde mir aus dem Umfeld weitere Informationen einholen", kündigte er an. "Ich war überrascht, als ich hörte, dass Stimmen laut geworden sind, wir würden am Wochenende den Deckel drauf machen. Das geht nicht", betonte Klinsmann. Neben dem 108-maligen Nationalspieler sind der ehemalige Auswahlkicker Oliver Bierhoff als Nationalmannschafts-Manager und Holger Osieck als Assistenztrainer für die DFB-Auswahl im Gespräch.
Klinsmann unterstrich, dass er den Posten als Teamchef nur übernehmen werde, wenn er einen "sehr erfahrenen Trainer" zur Seite hätte. Osieck war 1990 beim WM-Sieg der Deutschen Franz Beckenbauers Assistent. Sollte sich der DFB auf das Trio Klinsmann-Bierhoff-Osieck festlegen, wäre dies eine teure Angelegenheit.
Zehn Millionen Euro für drei Hoffnungsträger
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung würden die drei bis zur WM 2006 in Deutschland zehn Millionen Euro kassieren. Klinsmann würde die Hälfte der Summe erhalten, Bierhoff drei und Osieck zwei Millionen. Trotz einer möglichen Zusage würde Klinsmanns Familie (Ehefrau und zwei kleine Kinder) vorerst weiter in den USA leben und eventuell erst später nachkommen.
"Und ich würde so oft wie möglich hier in Deutschland sein", versprach der Teamchef in spe. Momentan ist Klinsmann als Berater des US-amerikanischen Fußballclubs Los Angeles Galaxy tätig. Zudem hat er ein eigenes Kinderhilfswerk mit rund 50 Angestellten und arbeitet in einer Sportmarketing-Agentur mit. In Sachen Nationalmannschaft sehe er sich "als ein Schüler, der weiter lernen will", fügte Klinsmann hinzu.