Vor dem Spiel Auseinandersetzungen in Eindhoven
Eindhoven - Bei einer mehr als halbstündigen Rangelei auf dem Markt der niederländischen Stadt Eindhoven wurde ein Polizist leicht verletzt. Vier Fans wurden festgenommen. Die mobile Einheit der Polizei sowie Schlachtenbummler beider Seiten mühten sich erfolgreich um die Wiederherstellung der bis zum Abend entspannten Stimmung. Auf dem Weg zum Spiel im Philips-Stadion blieb es ruhig, berichtete die Einsatzzentrale der Polizei.
Die Unruhen sollen nach Angaben von Augenzeugen mit der Ankunft einer Gruppe junger türkischer Fans begonnen haben. Sie hätten nationalistische Parolen gerufen und Fahnen der rechtsextremen Organistion Graue Wölfe geschwenkt. Junge Schweden hätten als erste mit Bierdosen und Flaschen geworfen, schilderten Beobachter.
Ein Sprecher der Polizei betonte nach Ablauf der Rangeleien, dass kein Hinweis auf etwaige "verkleidete" britische Hooligans in schwedischen Trikots entdeckt worden sei. Vor dem Treffen hatte der staatliche Sicherheitsdienst der Niederlande von Hinweisen berichtet, dass britische Schläger an Türken Rache für den Tod von zwei britischen Schlachtenbummlern nehmen wollten. Die beiden waren beim Uefa-Cup-Spiel von Leeds United bei Galatasaray Istanbul im Mai ums Leben gekommen.
Die in Eindhoven an den Ausschreitungen Beteiligten hatten sich aber nach Feststellungen der Polizei auf die Konfrontation mit Wurfmunition - Bierflaschen und Büchsen - eingedeckt. Sie müssten diese in Geschäften gekauft haben. In den Kneipen der Stadt wurde Bier eigens nur in Plastikbechern ausgeschenkt, um kein Wurfmaterial zu liefern.