Verletzter Hoffenheim-Profi Vukcevic war bei Unfall unterzuckert
Hoffenheim-Profi Vukcevic: Diabetes-Patient
Foto: DANIEL ROLAND/ AFPHamburg - Die Ursache für den schweren Unfall von Boris Vukcevic Ende September ist nun geklärt: Der Profi von 1899 Hoffenheim war unterzuckert. Dies gab die Polizei Heidelberg am Freitag nach einer Auswertung der ärztlichen Unterlagen am Institut für Rechtsmedizin bekannt. Vukcevic ist Diabetes-Patient.
Der 22 Jahre alte Junioren-Nationalspieler war auf der Bundestraße 45 bei Bammental in einen entgegenkommenden Laster gefahren und hatte dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Im Wagen hatte die Polizei offenbar das Blutzucker-Messgerät des Spielers vorgefunden. Dessen Zustand ist nach wie vor kritisch, er liegt noch immer in der Heidelberger Universitätsklinik im Koma und kämpft nach mehreren Operationen um sein Leben.
Vukcevic hatte 2010 schon einmal einen Verkehrsunfall wegen Unterzuckerung gehabt. Nach Angaben der Polizei war er im Oktober auf der A6 von Mannheim nach Nürnberg an der Anschlussstelle Bad Rappenau mehrfach gegen die Leitplanke gefahren und einen guten Kilometer weiter mit dem Anhänger eines Lastwagens kollidiert. Noch an der Unfallstelle hatte der Notarzt damals eine "starke Unterzuckerung" festgestellt. Bei dem Unfall hatte es keine weiteren Verletzten gegeben.
Seit August 2008 steht Vukcevic bei Hoffenheim unter Vertrag. Der Mittelfeldspieler bestritt bislang 78 Bundesligaspiele und erzielte dabei sechs Tore. In dieser Saison war der Profi einmal für die Hoffenheimer erfolgreich.