Wehleidiger Rotsünder Zé Roberto sorgt für Verwirrung
"Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll. Wenn man wegen solcher Kleinigkeiten vom Platz gestellt wird, dann muss man sich nach anderen Ländern mit anderen Kulturen umschauen, wo man besser weiterspielen kann und man nicht vom Platz gestellt wird", hatte Zé Roberto am Montagabend in der TV-Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Rundfunks gejammert.
Anscheinend wurde dem Brasilianer nach der Ausstrahlung von Vereinsseite gehörig der Kopf gewaschen. Zé Roberto jedenfalls war nach dem Training am Dienstag lammfromm. "Warum soll ich mir ein anderes Land suchen? Ich fühle mich hier superwohl, alle meine Träume werden hier wahr. Ich könnte nicht glücklicher sein, bei einem Club wie dem FC Bayern zu spielen", flötete der Mittelfeldspieler, der wegen einer Tätlichkeit gegen den Leverkusener Lucio am vergangenen Samstag mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen belegt worden war.
"In fünf Jahren habe ich mich hier eingewöhnt, an Klima und Lebensweise angepasst. Mein Sohn ist hier geboren, und meiner Frau gefällt es hier", fügte Zé Roberto hinzu. Den Platzverweis hält er weiterhin für nicht angebracht. "Die Rote Karte für so eine Lappalie, das ist schon sehr hart", sagte der 29-Jährige, "ich sollte mir eine andere Sportart suchen, vielleicht Karate."