Wendell von Bayer Leverkusen fuhr ohne Führerschein - DER SPIEGEL
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Bayer Leverkusen Wendell droht Anzeige wegen Fahren ohne Führerschein

Bayer Leverkusens Fußballprofi Wendell hat Ärger mit der Polizei. Der Brasilianer wollte sich in der Nacht zu Freitag einer Fahrzeugkontrolle entziehen. Dann stellten die Kölner Beamten fest, dass der Brasilianer keinen Führerschein besitzt.
Bayer-Profi Wendell (r.): Soll versucht haben, Polizeikontrolle zu entkommen
Bayer-Profi Wendell (r.): Soll versucht haben, Polizeikontrolle zu entkommen

Bayer-Profi Wendell (r.): Soll versucht haben, Polizeikontrolle zu entkommen

Foto: Oleg Nikishin / Bongarts/Getty Images
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Abwehrspieler Wendell vom Bundesligisten Bayer Leverkusen droht ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Eventuell kommt auch noch eine Anzeige wegen Missachten von Zeichen und Weisungen eines Polizeibeamten hinzu. Einen entsprechenden Bericht des Kölner "Express" bestätigte die Polizei.

Der Fall erinnert an jenen von Nationalspieler Marco Reus: Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund hatte im vergangenen Winter wegen Fahrens ohne Führerschein in sechs Fällen einen Strafbefehl in Höhe von 540.000 Euro erhalten.

Der 22 Jahre alte Wendell sei der Polizei in der Nacht zum Freitag wegen unsicherer Fahrweise aufgefallen. "Der Fahrer fuhr unsicher und in leichten Schlangenlinien. Er sollte kontrolliert werden", schilderte ein Ermittler.

Der Brasilianer habe weder auf die Stopkelle der Polizisten reagiert, noch auf das Blaulicht im Rückspiegel. Er sei den Beamten zunächst davon gefahren und habe dann in eine Garageneinfahrt fahren wollen. Während sich das Tor automatisch geöffnet habe, seien die Beamten aus dem Streifenwagen gestiegen. Doch kaum hätten sie den Wagen erreicht, habe der Fahrer erneut Gas gegeben.

Schließlich sei es den Beamten gelungen, den Fahrer zu stellen. Als dieser seine Personalien zu Protokoll gegeben habe, habe sich herausgestellt, dass der Bayer-Profi nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sei.

Wendells Trainer Roger Schmidt sagte: "Das ist alles andere als schön, dass er anscheinend ohne Führerschein gefahren ist." Er habe von dem Vorfall erst am Mittag erfahren. "Wendell war naiv und hat einen Fehler gemacht", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler: "Er wollte seinem Bruder helfen. Dies war eine große Dummheit, für die er geradestehen wird."

Nach Klubangaben hat Wendells Bruder den Außenverteidiger telefonisch darum gebeten, ihn aus einem Lokal abzuholen, in dem dieser mit Freunden den Abend verbracht hatte. Der Spieler, der sich stets von seinem Bruder chauffieren lässt, da er selbst nicht im Besitz eines Führerscheins ist, ließ sich zu der Fahrt überreden und geriet prompt in eine Polizeikontrolle, so Bayer 04. Wendell werde sich aber bei den Ermittlungen vollumfänglich kooperativ verhalten und für sein Verhalten die volle Verantwortung übernehmen.

cte/sid

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