Werder - Hertha 4-1 Werders furiose Anfangsphase
Bremen - DFB-Pokalsieger Werder Bremen bleibt in der Fußball-Bundesliga erster Verfolger des Spitzen-Trios Bayern München, Bayer Leverkusen und Hamburger SV. Die Hanseaten besiegten Hertha BSC Berlin 4:1 (3:0) und hielten damit einen Mitkonkurrenten um die Uefa-Cup-Plätze klar auf Distanz. Tore von Bernhard Trares (8.), Frank Baumann (17.) und Dieter Eilts (20.) sorgten bereits vor der Pause für eine Vorentscheidung. Das 1:3 durch Alex Alves für den Champions-League-Teilnehmer, der die erste Niederlage des Jahres kassierte, war nur Ergebniskosmetik. Den Schlusspunkt setzte der Brasilianer Ailton (78.) mit seinem neunten Saison-Treffer zum 4:1.
26.400 Zuschauer im Weserstadion sahen von Beginn an einen furiosen Sturmlauf der Platzherren. Eine desolate Abwehrleistung der Berliner öffnete Werder dabei Tür und Tor. In der achten Minute befand sich Herthas Hintermannschaft noch im Tiefschlaf, als Trares eine Freistoß-Flanke von Andreas Herzog ungehindert zur Bremer Führung einköpfte.
Die Gäste agierten in der Folgezeit wie gelähmt und machten dem Gegner das Toreschießen damit leicht. So konnte Abwehrchef Baumann nach einer Ecke von Herzog ebenfalls per Kopf für die Hanseaten erhöhen. Beim 3:0 grenzte das Verhalten der Hertha-Verteidiger an Arbeitsverweigerung: Ailton konnte unbedrängt in den freien Raum passen, wo Eilts an den Ball kam und Christian Fiedler im Berliner Tor keine Chance ließ.
Die Halbzeitführung hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können, doch Claudio Pizarro scheiterte gleich zweimal mit hundertprozentigen Chancen am Berliner Schlussmann (16./45.). Die Gäste erwachten erst nach einer halben Stunde aus ihrer Lethargie und kamen durch einen Kopfball von Michael Preetz zu ihrer einzigen echten Tormöglichkeit (39.).
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Hertha zunächst spielfreudiger. Nachdem Werder-Torwart Frank Rost in der 49. Minute zunächst noch vor Alves retten konnte, war er eine Minute später gegen dessen platzierten Flachschuss machtlos. Doch auch nach dem Anschlusstreffer blieb die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber zu harmlos, so dass Ailton sogar wieder den alten Abstand herzustellen. Bester Mann auf dem Platz war Werder-Spielmacher Herzog, der in keiner Phase des Spiels zu stoppen war. Daneben gefiel vor allem Eilts. Bei Hertha konnte allein Dariusz Wosz überzeugen.