Wettskandal Zwei Punkte Abzug für den SSC Neapel
Neapel-Profi Cannavaro: Sechs Monate Sperre
Foto: Matteo Bazzi/ dpaHamburg - Das Sportgericht des italienischen Fußballverbands FIGC hat den SSC Neapel im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals zu einem Zwei-Punkte-Abzug verurteilt. Der Serie-A-Club war wegen des Verdachts auf Spielabsprachen angeklagt worden. Derzeit liegt der SSC mit 31 Punkten auf Platz fünf und würde diesen Rang auch mit zwei Zählern weniger behalten.
Torwart Matteo Gianello, der bis 2011 bei Neapel unter Vertrag stand und als Drahtzieher des Skandals gilt, wurde zu einer Berufssperre von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die aktuellen SSC-Profis Paolo Cannavaro und Gianluca Grava bekamen eine sechsmonatige Sperre.
Dem Urteil vorausgegangen waren Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Bari, die wegen angeblicher Absprachen rund um das Erstligaspiel zwischen Sampdoria Genua und Neapel am 16. Mai 2010 ermittelte. Sampdoria hatte damals 1:0 gewonnen und sich damit die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation gesichert.
Gianello, damals dritter Torwart bei Neapel, soll versucht haben, das Spiel zu manipulieren und dafür Mitspieler angesprochen haben. Cannavaro und Grava sollen Absprachen zwar abgelehnt, den Vorfall aber nicht beim Verband angezeigt haben, daher wurden auch sie bestraft.
Die Untersuchung ist Teil der umfangreichen Ermittlungen im Wett- und Manipulationsskandal, der seit 2011 den italienischen Fußball erschüttert.