WM 2002: Krautzun steigt aus - DER SPIEGEL
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WM 2002 Krautzun steigt aus

Obwohl er mit Tunesien die WM-Qualifikation geschafft hat, wird Eckhard Krautzun die Mannschaft nicht bei der Endrunde in Japan und Südkorea betreuen.
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Hamburg - Trainer-Weltenbummler Eckhard Krautzun wird das Nationalteam von Tunesien nicht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea betreuen. Der 61-jährige Fußballlehrer hat seinen Vertrag beim tunesischen Verband aufgelöst, sagte Krautzun am Sonntagabend in der Fernsehsendung "Sport 3" des Norddeutschen Rundfunk (NDR). Er hatte Tunesien erst vor wenigen Wochen als drittes afrikanisches Land zur WM im nächsten Jahr geführt und damit seinen größten Erfolg in seiner langen Trainer-Karriere errungen.

"Klare Verhältnisse"


Als Grund für seinen überraschenden Schritt nannte Krautzun Differenzen mit der tunesischen Verbandsführung. Der frühere Bundesliga-Profi des 1. FC Kaiserslautern konnte sein Konzept für das nächste Jahr nicht in allen Punkten durchbringen. Neben der WM hat der Afrika-Cup im Frühjahr 2002 in Mali einen großen Stellenwert in dem nordafrikanischen Staat. "Ich bin für klare Verhältnisse", sagte Krautzun. Er will dem Nationalteam von Tunesien aber weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Sein Assistent, Ex-Profi Reinhold Mathy, beendet ebenfalls das Engagement in Afrika.

25 Stationen in 30 Jahren


Krautzun, der in seiner 30-jährigen Trainerkarriere schon für mehr als 25 Vereine und Verbände rund um den Erdball tätig war, hatte mit der WM-Qualifikation für Schlagzeilen gesorgt. Tunesien ist für ihn ein erfolgreiches Pflaster. 1997 hatte er den Erstligisten SSC Sfax zum Gewinn des Afrika-Pokals geführt.

Der Wandervogel war auch schon in Kanada, Malaysia, Kenia, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und Australien tätig und gilt deswegen als Fußball-Botschafter. Auch in Deutschland hat er zahlreiche Vereine betreut, unter anderen den VfL Wolfsburg, 1860 München, den 1. FC Kaiserslautern, FC St. Pauli, Wormatia Worms, Union Solingen, SC Freiburg, Tennis Borussia Berlin, Union Berlin, Darmstadt 98, Alemannia Aachen und zuletzt Mainz 05 in der 2. Liga.