WM 2006: England und Rooney brauchen ein Wunder - DER SPIEGEL
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WM 2006 England und Rooney brauchen ein Wunder

Das Fußball-Mutterland steht unter Schock: Wayne Rooneys Verletzung ist schwerer als zunächst angenommen. Eine Untersuchung ergab heute, dass beim englischen Nationalspieler mehrere Knochen im Mittelfuß gebrochen sind.
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London - "Es wäre ein Wunder, wenn Rooney an der Weltmeisterschaft teilnehmen könnte", sagte Englands Nationalcoach Sven-Göran Eriksson heute. Bei einer neuerlichen Untersuchung des Stürmers von Manchester United stellte sich jetzt heraus: Nicht ein, sondern gleich mehrere Knochen im rechten Mittelfuß sind von einer Fraktur betroffen.

Der Schwede Eriksson will jedoch die Hoffnung nicht völlig aufgeben: "Wunder gibt es immer wieder, ich weiß nur nicht, ob dieses mal auch", erklärte der Nationalcoach. Fast trotzig will er Rooney in die vorläufige Kaderliste am kommenden Montag aufnehmen.

Welchen Stellenwert der Jungstar bereits im Weltfußball besitzt, machte Eriksson mit einem Vergleich deutlich. "Ich wäre blöd, wenn ich sagen würde, Rooneys Ausfall wäre für uns keine Schwächung. Das wäre so, als müsste Brasilien ohne Ronaldinho oder Frankreich ohne Thierry Henry auskommen. Rooney ist einer der besten Spieler der Welt und extrem wichtig für uns", so Eriksson.

Der 20-Jährige war einer der großen Hoffnungsträger für die WM-Endrunde in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli). Rooney hatte die Verletzung am vergangenen Samstag bei der 0:3-Niederlage von Manchester United gegen den FC Chelsea erlitten. 

Die Wettanbieter reagierten prompt auf die neuerliche Untersuchung und erhöhten die Gewinnquote auf den zweiten WM-Sieg Englands nach 1966. Zweiter Favorit hinter Brasilien (1:4) ist beim Internet-Anbieter "betandwin" nun Gastgeber Deutschland (1:8), England rutschte mit einer Quote von 1:8,5 auf den dritten Platz ab.

pav/sid

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