WM 2014: Spielbericht Schweiz gegen Ecuador - DER SPIEGEL
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Schweizer Erfolg gegen Ecuador: Sieg in letzter Sekunde

Foto: Robert Ghement/ dpa

Spiel gegen Ecuador Schweiz feiert Sieg in letzter Sekunde

Zur Halbzeit zurückgelegen, kurz vor dem Schlusspfiff gewonnen: Favorit Schweiz hat es gegen Ecuador lange spannend gemacht und spät entscheidend zugeschlagen. Zwei eingewechselte Stürmer retteten das Hitzfeld-Team.
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Hamburg - Die Schweiz hat in ihrem ersten WM-Gruppenspiel einen Sieg in der Nachspielzeit gefeiert. Nach einer Aufholjagd gewann das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld gegen Ecuador 2:1 (0:1), tat sich in der ersten Hälfte aber sehr schwer. Umjubelter Held war der eingewechselte Haris Seferovic, der den Siegtreffer erzielte.

Dennoch: Wenn Hitzfeld bis zum Antritt des Ruhestandes nach der WM noch mehr als nur die beiden Gruppenspiele gegen Frankreich und Honduras bestreiten soll, muss seine Mannschaft hellwach bleiben. Auch bei der WM 2010 hatte die Schweiz das Auftaktspiel gewonnen, war aber nach dem 1:0 gegen den späteren Weltmeister Spanien in der Vorrunde noch ausgeschieden.

Ecuador, das zum zweiten Mal nach 2006 das Achtelfinale erreichen will, war bis zur Pause die bessere Mannschaft. Die Südamerikaner waren vor 68.351 Zuschauern im Stadion Nacional Mane Garrincha in der Hauptstadt Brasília durch Enner Valencia (22. Minute) in Führung gegangen. Admir Mehmedi vom SC Freiburg erzielte drei Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich (48.). Ein Treffer von Josip Drmic wurde wegen Abseits zu Unrecht nicht anerkannt (70.). Für ihn kam fünf Minuten später Seferovic.

Zwei Einwechselungen bringen Glück

Die Schweiz hatte gegen die clevere Elf von Trainer Reinaldo Rueda bis tief in die erste Halbzeit hinein mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Das belegten zahlreiche Probleme im Aufbauspiel, vor allem aber die völlig fehlende Zuordnung beim Gegentreffer, dem ein Freistoß von Walter Ayovi vorausging.

Nach dem Rückstand wurden die Schweizer zielstrebiger, wirkten entschlossener. Mehr als einige gute Standards sprangen zunächst nicht heraus, nach der Pause aber drängte Hitzfelds Team entschlossen nach vorne und erspielte sich gute Chancen.

Mehmedis Einwechselung für Stocker zahlte sich fast umgehend aus: Der Freiburger war nach einer Ecke vom Wolfsburger Ricardo Rodriguez direkt zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Doch auch Ecuador blieb gefährlich, vor allem den Torschützen Valencia bekamen die Schweizer nie richtig in den Griff: In der 59. Minute verfehlte der Angreifer des mexikanischen Erstligisten CF Pachuca die erneute Führung für seine Elf nur knapp.

Beide Teams schienen sich dann schon mit einem Unentschieden abgefunden zu haben, als Valon Behrami am eigenen Strafraum grätschte und sich dann mit dem Ball in die gegnerische Hälfte aufmachte. Er wurde auf dem Weg dorthin umgegrätscht, hatte aber Glück, dass der Schiedsrichter Vorteil laufen ließ. So landete der Ball schließlich nach einer Hereingabe von Rodriguez bei Seferovic, der aus kürzester Distanz zum Sieg traf.

Schweiz - Ecuador 2:1 (0:1)
0:1 Valencia (22.)
1:1 Mehmedi (48.)
2:1 Seferovic (90.+3)
Schweiz: Benaglio - Lichtsteiner, Djourou - von Bergen - Rodriguez - Behrami, Inler - Shaqiri, Xhaka, Stocker (46. Mehmedi) - Drmic (75. Seferovic)
Ecuador: Dominguez - Paredes, Guagua, Erazo, Walter Ayovi - Noboa Gruezo - Antonio Valencia, Montero (77. Rojas) - Enner Valencia, Caicedo (70. Arroyo)
Schiedsrichter: Ravshan Irmatov (Usbekistan)
Zuschauer: 68.351
Gelbe Karten: Djourou - Paredes
Torschüsse: 17:10
Ecken: 8:5
Ballbesitz: 62:38 %

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goe/sid