WM 2026: USA begründen Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia - DER SPIEGEL
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Einreiseverbot für Omar Artan US-Regierung wirft somalischem WM-Schiedsrichter Verbindungen zu Terrororganisation vor

Der somalische Schiedsrichter Omar Artan durfte nicht in die USA einreisen und verpasst das WM-Turnier. Die Regierung lieferte nun eine Begründung: Demnach geht es um Kontakte des Referees.
Omar Artan: »Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum«
Omar Artan: »Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum«

Omar Artan: »Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum«

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Thor Wegner / DeFodi Images / IMAGO

Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation sollen der Grund für die verweigerte Einreise des für die Fußball-WM vorgesehenen somalischen Schiedsrichters Omar Artan gewesen sein. Das berichten der Nachrichtensender CNN , das Sportportal ESPN  und die Nachrichtenagentur AFP.

Demnach habe die Überprüfung am Flughafen in Miami bei Artan »Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen« ergeben, teilte ein namentlich nicht genannter Vertreter der US-Regierung den Medien mit. Weitere Einzelheiten habe er nicht genannt.

Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind. Bürger dieser Länder werden bei der Einreise zusätzlichen Überprüfungen unterzogen. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte im Fall Artan »Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung« angeführt, ohne nähere Angaben zu machen.

2025 bester Schiedsrichter Afrikas

Artan war 2025 als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden. Der afrikanische Fußballverband hatte ihn als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt. Er wäre der erste Somalier gewesen, der bei einer WM als Schiedsrichter im Einsatz ist.

Nach seiner verweigerten Einreise in die USA hatte sich Artan »sehr, sehr enttäuscht« gezeigt. Er sei »einfach nur ein Schiedsrichter«, der versuche, sich mit der WM-Teilnahme den größten Traum seines Lebens zu erfüllen, sagte er der »New York Times«. Formelle Fehler seien ihm nicht unterlaufen: »Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum.«

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Artan wollte den Angaben zufolge am Samstag in Miami in die USA einreisen. Seine Reise habe in Nairobi begonnen, wo er auf die erforderlichen Reisedokumente gewartet habe. Anschließend sei er über Istanbul nach Miami geflogen, um an einem Vorbereitungstreffen der Fifa-Schiedsrichter teilzunehmen.

US-Grenzbeamte hätten ihn zu seiner Reise sowie zur politischen Lage in Somalia befragt, vor allem zur islamistischen Terrormiliz Al-Schabab. Die Schabab-Miliz ist in Teilen des Landes aktiv und kämpft seit Jahren gegen die somalische Regierung.

Artan sagte der »New York Times« , er sei wiederholt gefragt worden, ob er Mitglieder der Miliz getroffen habe. Er habe demnach gesagt, dass er nichts über Al-Schabab wisse. Zu den nun veröffentlichten Vorwürfen hat sich Artan bislang noch nicht geäußert.

Kritik aus Somalia

Das somalische Ministerium für Jugend und Sport kritisierte die Entscheidung der US-Behörden. Omar Artan sei die Einreise in die USA »ohne einen triftigen Grund« verweigert worden, hieß es in einer Stellungnahme. Die somalische Regierung habe sofort Kontakt zu den US-Behörden und zur Fifa aufgenommen, bislang aber keine Lösung gefunden.

Der Weltverband teilte mit: »Die Fifa ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge.« Wie bei vorherigen Turnieren habe das Gastgeberland das ultimative Recht, über die Visavergabe zu entscheiden.

Die WM-Unparteiischen trainieren gemeinsam in Miami und werden dort auf die Spiele vorbereitet. So ist ein Einsatz von Artan auch in den weiteren Gastgeberländern Mexiko und Kanada derzeit ausgeschlossen.

bka/dpa

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