WM-Auslosung: Pannen und die besten Anekdoten der Geschichte - DER SPIEGEL
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Geschichte der Auslosung Als ein Holländer den WM-Pokal in Händen hielt

Die WM-Auslosung wird an diesem Freitag zur großen Show, Fußballstars aus aller Welt präsentieren die Lose im Kreml. Pannen soll es diesmal nicht geben - anders als früher. Ein Rückblick in Bildern.
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In den Niederlanden gab es nach der WM-Auslosung für das Turnier in Deutschland 2006 einen Witz. Bei der damaligen Gala in Leipzig trat der holländische Zauberkünstler Hans Klok auf, er machte ein paar Magier-Kunststückchen auf der Bühne mit der WM-Trophäe, und in seiner Heimat hieß es danach: Hans Klok - der einzige Niederländer, der je die Hand am WM-Pokal haben wird. Das stimmt bis heute. Und wohl auch noch bis übermorgen.

WM-Auslosungen sind mittlerweile großer Ringelpiez, erstmals stellt sich der WM-Gastgeber so richtig ins Schaufenster, Millionen gucken dabei zu, dann soll auch geklotzt werden, nicht gekleckert. Auch wenn in Deutschland damals Reinhold Beckmann und Heidi Klum die Moderation übernommen hatten.

Seit der WM in England 1966 sind Auslosungen auch Fernsehveranstaltungen, Fußballgrößen haben ihren Auftritt, Brasiliens Pelé gehörte als Gast über die Jahre fast zum Inventar, in Italien 1990 aber auch Sophia Loren und 1974 der Schöneberger Sängerknabe Detlef Lange. Der 11-Jährige zog damals die Partie Deutschland West gegen Deutschland Ost - und anschließend hätte ihm mancher Politiker wahrscheinlich gerne die Ohren langgezogen.

Ein Sängerknabe tut es heutzutage nicht mehr, bei der Zeremonie am Freitag in Moskau muss es schon ein Gary Lineker sein. Der ehemalige Fußballstar und heutige Sportmoderatoren-Star der BBC ist in der Vergangenheit zwar regelmäßig als ironischer Kritiker der Fifa und der WM-Vergabe an Russland aufgefallen, jetzt aber sagt er, es sei ihm "eine große Ehre", die Auslosungsshow gemeinsam mit der russischen Sportjournalistin Maria Komandnaja zu präsentieren. Ob Lineker sich traut, etwas Kritisches zum Veranstalter zu sagen, ist eine fast so spannende Frage wie die nach den deutschen Gruppengegnern.

Wie bei jeder großen Auslosung, bei der die Fifa ihre Finger im Spiel hat, wird auch dieses Mal wieder über Tricksereien bei der Auslosung spekuliert. Der Fifa-Wettbewerbsleiter Chris Unger hat schon im Vorfeld versichert, es gebe "keine vorgewärmten Kugeln". Die Auslosung sei "komplett zufällig". Auch der technische Ablauf sei mehrfach sorgfältig geprüft, um Pannen zu verhindern - Pannen wie bei der legendären Losziehung 1982 vor der WM in Spanien, als die Kugeln teilweise steckenblieben und von einem Automaten in die falschen Gruppen ausgespuckt wurden.

Alles über Pannen und Anekdoten in der Geschichte der WM-Auslosungen sehen Sie hier:

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