WM-Entscheidung: So wird gewählt - DER SPIEGEL
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WM-Entscheidung So wird gewählt

Deutschland, England, Südafrika oder Marokko - wer die Mehrheit der 24 Stimmen der Fifa-Mitglieder erhält, wird im Jahr 2006 die WM austragen. Erhält keiner der Bewerber im ersten Wahlgang mindestens 13 Stimmen, geht das Prozedere in eine neue Runde.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Maximal sind drei Wahlgänge (plus zwei Stichwahlen) möglich:

Wahlgang 1: Erhält ein Bewerber sofort die absolute Mehrheit, steht der WM-Ausrichter bereits fest. Ansonsten scheidet das Land mit der kleinsten Stimmenzahl aus. Erhalten zwei Kandidaten gleich wenig Stimmen, entscheidet sich in einer Stichwahl, wer ausscheiden muss.

Wahlgang 2: Die 24 Stimmen entfallen auf die verbliebenen drei WM- Bewerber. Dabei gelten die gleichen Bestimmungen wie in Wahlgang 1.

Wahlgang 3: Die 24 Stimmen entfallen auf die beiden Top-Bewerber. Sollte dabei eine Patt-Situation (12:12) entstehen, zählt das Votum von FIFA-Chef Josef Blatter doppelt - und gibt damit den Ausschlag. Blatter hatte sich bereits mehrfach für Südafrika ausgesprochen.