WM-Finale: Hoffen auf das Herbstmärchen - DER SPIEGEL
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WM-Finale Hoffen auf das Herbstmärchen

Eine gute Offensive gewinnt Spiele, eine gute Defensive Titel: Diese Weisheit hat Bundestrainerin Silvia Neid ihren Spielern eingehämmert. Heute treffen die DFB-Frauen im Finale auf Brasilien. SPIEGEL ONLINE stellt das Team vor, das erstmals den WM-Titel verteidigen könnte.
Von Katrin Weber-Klüver
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die deutschen Fußballer schrammten knapp am Sommermärchen vorbei, den Handballern gelang das perfekte Wintermärchen. Folgt heute das Herbstmärchen der deutschen Frauen-Fußballauswahl? Vieles spricht dafür. Denn in den vergangenen Wochen hat sich die DFB-Elf als Turniermannschaft präsentiert. Oder wie Mittelfeldspielerin Kerstin Garefrekes die Auswahl vor dem Finaleinzug beschreibt: "Es kommt zum Tragen, was deutsche Mannschaften ausmacht." Das ist? "Zusammenhalten auf dem Platz".

Das tun sie bei dieser WM, die Nationalspielerinnen, sie stehen so ordentlich zusammen, und das von Spiel zu Spiel immer noch mal ein bisschen besser, dass sie heute im Finale (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Brasilien als erste Frauen-Fußballnationalmannschaft überhaupt ihren Titel verteidigen könnten.

Der Ausgangspunkt ihres Spiels ist die Destruktion gegnerischer Bemühungen, erst dann kommen die eigenen kreativen Neigungen. Aber alles fängt eben mit der Abwehr an, erst soll hinten die Null stehen, dann kann sich vorne auch der Angriff entspannter entfalten. Was er in vier der bisher fünf Spiele dann doch auch immer wieder getan hat. Selbst wenn man herausrechnet, dass 11 der 19 deutschen Tore schon im Eröffnungsspiel gegen Argentinien fielen, bleibt noch ein Schnitt von zwei Toren pro Partie.

Das Finale gegen Brasilien soll laut Bundestrainerin Silvia Neid so laufen: "Wir müssen Leidenschaft an den Tag legen und Spielwitz entfalten." Darüber hinaus ist festzuhalten, was Kerstin Stegemann weiß: "Die Tagesform wird entscheiden, wer in Shanghai Weltmeister wird."

SPIEGEL ONLINE stellt die Spielerinnen vor, die bisher den Stamm der Mannschaft gebildet haben und die Silvia Neid nach aller Wahrscheinlichkeit auch heute auflaufen lassen wird.