WM-Höhepunkte: Servus Oma, alles super! - DER SPIEGEL
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WM-Höhepunkte Servus Oma, alles super!

Ein Franzose rastet aus wie irre, Engländer erleiden ein Wembley-Tor - und ein deutscher Jungstar grüßt plötzlich seine Großmutter. Das Turnier in Südafrika hatte nicht nur einen verdienten Sieger, sondern bot Skurrilitäten in Serie. Die SPIEGEL-ONLINE-Sportredaktion präsentiert das wahrlich Tollste der WM.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Ein Schuss nur, ein einziger Schuss aus elf Metern. Eigentlich eine leichte Übung für Asamoah Gyan, der bei dieser WM schon zwei Elfmeter sicher verwandelt hatte. Wenn er diesen Ball jetzt zwischen die Pfosten bekommt, dann steht zum ersten Mal eine afrikanische Mannschaft im Halbfinale.

Doch nichts ist leicht, wenn man Geschichte schreiben kann.

Gyan hämmert den Ball gegen die Latte. Abpfiff. Elfmeterschießen. Jetzt trifft Gyan. Doch Ghana scheitert trotzdem an Uruguay. Der Traum eines ganzen Kontinents ist geplatzt. Gyans Fehlschuss war ein dramatischer Höhepunkt dieser WM, die so schleppend begonnen hatte (vom deutschen Schützenfest gegen Australien mal abgesehen).

Thomas Müller brachte es bei diesem Turnier sogar fertig, seine Oma im Fernsehen zu grüßen.

Was wird außer der jungen und stürmischen deutschen Elf in Erinnerung bleiben?

Die Sportredaktion von SPIEGEL ONLINE präsentiert die Höhepunkte:

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WM-Höhepunkte: Große Dramen, große Triumphe

Foto: ROBERTO SCHMIDT/ AFP

Da war das peinliche Abschneiden des alten Weltmeisters. Ciao Italien! Ohne einen Sieg verabschiedete sich die "Squadra Azzurra" schon in der Vorrunde. Noch schlimmer war Frankreich: Nicolas Anelka beschimpfte seinen Trainer und wurde suspendiert, die Mannschaft bestreikte das Training - so ein Team hat bei einer Weltmeisterschaft nichts zu suchen.

Und sonst? Schiedsrichterpatzer. Klare Tore, die nicht gelten. Englands Trauma gegen Deutschland. Tore, die irregulär sind und trotzdem gelten - wie der Abseits-Treffer von Argentiniens Carlos Tevez gegen Mexiko. Auf der Stadionleinwand sahen die Schiedsrichter ihren Fehler, doch korrigieren durften sie ihn nicht. Jabulani, der Flatterball. Trainer Carlos Dunga, der Brasilien den schönen Fußball raubte und nach dem Aus gefeuert wurde. Didier Drogba, der so viel versprochen hatte und so wenig halten konnte. Ebenso Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo, Franck Ribéry. Sie alle sind gescheitert, denn, eben: Nichts ist leicht, wenn man Geschichte schreiben kann.

In vier Jahren kommt die nächste Chance - aber die wirkliche Traum-Elf dieser WM sah ganz anders aus als erwartet:

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WM-Top-Elf: Die Besten der Weltmeisterschaft 2010

Foto: Clive Rose/ Getty Images

Und wie sahen die SPIEGEL-ONLINE-Leser diese WM? In einem großen Vote haben wir Sie gefragt, welches Zeugnis Sie den Teams und Spielern ausstellen, wie Sie die WM insgesamt fanden - unrepräsentativ und doch aussagekräftig:

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Foto: JAVIER SORIANO/ AFP
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