WM-Pressestimmen: "Ärger mit dem Strand-Referee" - DER SPIEGEL
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WM-Pressestimmen "Ärger mit dem Strand-Referee"

In der Schweiz beschäftigt sich ein Großteil der Presse nicht mit der Leistung des Teams, sondern dem Schiedsrichter: Dieser sei "heillos überfordert" gewesen, die Schweizer nun "vereint in ihrer Wut". In Spanien trauert man der verpassten Möglichkeit "einer historischen Torflut" hinterher.
Schiedsrichter al Ghamdi zeigt Behrami (l.) Rot: "Er schien heillos überfordert"
Schiedsrichter al Ghamdi zeigt Behrami (l.) Rot: "Er schien heillos überfordert"

Schiedsrichter al Ghamdi zeigt Behrami (l.) Rot: "Er schien heillos überfordert"

Foto: Carl Fourie/ dpa
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Pressestimmen zum Spiel Chile - Schweiz 1:0

CHILE

El Mercurio: "Chile knackt den Schweizer Riegel und schreibt ein weiteres Kapitel in seiner WM-Geschichte. Das Team mischt bei der WM im Konzert der Großen mit."

La Nacion: "Nicht einmal der Schweizer Riegel kann es mit den Roten aufnehmen. Der Sieg war ein gerechter Preis für das einzige Team auf dem Platz, das angreifen wollte."

El Mostrador: "Chile führte einen Monolog und wurde am Ende mit dem Siegtor belohnt."

SCHWEIZ

Blick: "Du Kamel. Irgendwie musste es so kommen. Ein Exot aus Saudi-Arabien pfeift unser Spiel und versagt. Khalil Al Ghamdi leitet kleinlich, zückt Karten ohne Fingerspitzengefühl, ist völlig überfordert. Es ist bei jeder WM dasselbe. Raus mit diesen Exoten! Es macht keinen Sinn, dass Leute wie Al Ghamdi WM-Spiele pfeifen. Er sollte lieber in der Wüste Kamele treiben."

Tagesanzeiger: "Der böse Traum der Schweizer. Rot gegen Behrami, Abseits beim 0:1 gegen Chile. Die Schweizer vereint in ihrer Wut auf den Schiedsrichter."

Neue Zürcher Zeitung: "Die glücklose Selbstverteidigung. Die Schweizer Nationalmannschaft wehrt sich über eine Stunde in Unterzahl und verliert gegen Chile 0:1."

Neue Luzerner Zeitung: "Der Schiedsrichter erhitzt die Gemüter in der Schweiz. Sein Name: Khalil Al Ghamdi. Sein Problem: Er schien heillos überfordert."

Basler Zeitung: "Mauerfußball ohne Happy End. Knapp 75 Minuten lang hielt das Schweizer Bollwerk am Ende war Chile doch zu stark."

Berner Zeitung: "Ärger mit dem Strand-Referee. Immerhin stellte die Defensive einen neuen WM-Rekord auf."

Mittelland-Zeitung: "Der Geist war willig, das Fleisch war zu schwach. Es ist zu simpel, Herrn Ghamdi zum Sündenbock zu stempeln. Man ist gut beraten, nach dieser bitteren Niederlage nicht in Selbstmitleid zu verfallen."

St. Galler Tagblatt: "Dem Fest folgt der Kater. Nach dem 0:1 gegen Chile hadert das Schweizer Nationalteam mit dem Schiedsrichter."

Pressestimmen zum Spiel Spanien - Honduras 2:0

SPANIEN

Marca: "Sag nicht Tor, sag Villa. Licht und Schatten: Das war ein Sieg gegen ein schwaches Honduras. Unsere Nummer 7 war der beste Spieler auf dem Platz. Aber wir haben eine historische Torflut gegen Honduras verpasst."

AS: "Wir gewinnen, aber es sieht nicht wie Spanien aus. Die Seleccion verzichtet auf Tiqui-Taca (Bezeichnung der spanischen Spielweise während der EM 2008, d. Red.), um die schlechteste Mannschaft der Grupppe zu schlagen. Am Freitag gegen Chile wissen wir, wo wir wirklich stehen."

El Mundo Deportivo: "Villa Espana! Die Seleccion hat dank zweier Tore von David Villa Honduras besiegt. Die Mannschaft von Del Bosque hat sich verbessert, ein Schützenfest aber verpasst."

El Pais: "Spanien schüttelt die Geister ab. Die Mannschaft war viel zielstrebiger und betrieb gegen Honduras Wiedergutmachung. Nur an der Chancenverwertung mangelte es."

Sport: "Villa bringt Spanien nach vorne. Die Mannschaft bot einen Spielmonolog gegen Honduras. Meisterliche Führung von Xavi."

HONDURAS

La Tribuna: "Villa wurde zum Albtraum für die Abwehr von Honduras."

La Prensa: "Honduras konnte das Wunder von 1982 nicht wiederholen. Spanien beherrschte das Spiel klar."

Zusammengestellt von sid und dpa

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