WM-Qualifikation 2018: Argentinien verliert ohne Lionel Messi - DER SPIEGEL
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WM-Qualifikation Argentinien blamiert sich ohne gesperrten Messi

Argentinien muss wieder um die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 bangen. Ohne den gesperrten Superstar Lionel Messi verlor das Team überraschend in Bolivien. Kolumbien und Chile nutzten den Patzer.
Ángel Di María
Ángel Di María

Ángel Di María

Foto: Juan Karita/ AP
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Superstar Lionel Messi war als moralische Unterstützung mit nach La Paz gereist, doch auch das half Argentinien beim WM-Qualifikationsspiel in Bolivien nicht. Stattdessen kassierte der zweimalige Weltmeister einen herben Rückschlag. 0:2 (0:1) unterlag die "Albiceleste" ohne ihren gesperrten Kapitän dem Außenseiter. Vor 42.000 begeisterten Zuschauern traf Juan Arce per Kopf in der 31. Minute, Marcelo Moreno sorgte kurz nach der Pause für die Entscheidung (52. Minute).

Durch die vierte Niederlage im 14. Spiel rutschte Argentinien auf den fünften Platz in der Südamerika-Qualifikation für die WM 2018 in Russland ab. Nur die ersten vier der Gruppe qualifizieren sich direkt für die Endrunde, der Fünfte muss in einen Playoff-Vergleich mit einem Team aus Ozeanien. Bolivien bleibt trotz des Sieges Vorletzter in der Zehner-Gruppe.

Messi war kurz vor der Partie vom Weltverband Fifa wegen der Beleidigung eines Linienrichters im vorangegangenen Quali-Spiel gegen Chile (1:0) für vier Partien gesperrt worden. Ohne den Angreifer, der bislang acht Partien verpasste, holte das Team von Trainer Edgardo Bauza nur sieben Punkte - in den sechs Spielen mit Messi dagegen 15. Er kann nur noch beim letzten Spiel gegen Ecuador dabei sein. Der argentinische Fußballverband will die Sperre anfechten.

Der Spieler des FC Barcelona war als moralische Unterstützung mit nach La Paz gereist und musste von draußen mit ansehen, wie die spielerisch limitierten Bolivianer das Spiel machten und sich viele Chancen erarbeiteten. Argentiniens Star-Ensemble mit vielen in Europa spielenden Profis tat sich sichtlich schwer im 3600 Meter hoch gelegenen La Paz.

Kolumbien und Chile ziehen vorbei

Allerdings war es nicht Argentiniens schlimmste Pleite in Boliviens größter Stadt. Unter Trainer Diego Maradona verlor man 2009 1:6 - Messi stand damals auf dem Platz. Selbst Boliviens Präsident Evo Morales, der den Sieg im Stadion feierte, kritisierte die Sperre: "Meine Solidarität gilt dem besten Fußballspieler der Welt."

Kolumbien und Chile profitierten von Argentiniens Niederlage und zogen vorbei. Die Kolumbianer gewannen 2:0 (2:0) in Ecuador dank Treffer von Real-Madrid-Star James Rodríguez (20.) und Juan Cuadrado von Juventus Turin (34.). Chile gewann souverän 3:1 (3:0) gegen Venezuela, nach gut zwanzig Minuten hatten die Gastgeber durch Arsenal-Star Alexis Sánchez (5.) und Esteban Paredes (7./22.) schon dreimal getroffen. Salomón Rondón gelang nur noch der Ehrentreffer (63.).

In der Tabelle trennen Kolumbien (24 Punkte), Chile (23) und Argentinien (22) aber nur zwei Punkte. Spitzenreiter Brasilien (nun 33) qualifizierte sich dank eines 3:0 (1:0)-Sieges gegen Paraguay als erstes Team für die WM. Die Tore erzielten Coutinho (34.), Superstar Neymar vom FC Barcelona (64.) und Marcelo (86.), Neymar verschoss in der 53. Minute noch einen Elfmeter. Verfolger Uruguay (23) unterlag hingegen in Peru 1:2 (1:1) und ist nun nur noch Dritter.

14. Spieltag der Südamerika-Qualifikation im Überblick:
Bolivien - Argentinien 2:0 (1:0)
Ecuador Kolumbien 0:2 (0:2)
Chile - Venezuela 3:1 (3:0)
Brasilien - Paraguay 3:0 (1:0)
Peru - Uruguay 2:1 (1:1)

max/dpa