WM-Qualifikation: DFB-Team spielt nur 0:0 in Österreich - DER SPIEGEL
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WM-Qualifikation Den DFB-Spielerinnen fällt gegen Österreich nichts ein

Vor einigen Tagen hatte die DFB-Auswahl Österreich noch locker 5:1 geschlagen – im Rückspiel hingegen sah das ganz anders aus. Bundestrainer Christian Wück macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.
Linda Dallmann im Duell mit Österreichs Barbara Dunst
Linda Dallmann im Duell mit Österreichs Barbara Dunst

Linda Dallmann im Duell mit Österreichs Barbara Dunst

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Daniel Scharinger / IMAGO

Die deutschen Fußballerinnen haben erstmals in der Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien Punkte liegen lassen. Das Nationalteam von Bundestrainer Christian Wück kam in Ried gegen Gastgeber Österreich nicht über ein 0:0 hinaus und zeigte vor rund 4300 Zuschauern eine enttäuschende Vorstellung. Zu allem Übel sah Spielführerin Janina Minge wegen einer Notbremse in der 79. Minute auch noch die Rote Karte. Im neunten Vergleich konnte Deutschland erstmals nicht gegen Österreich gewinnen.

Die DFB-Frauen führen zwar die Tabelle der Gruppe 4 weiter mit nun zehn Punkten und 14:1 Toren an, stehen aber am 5. Juni in Köln gegen Verfolger Norwegen unter Druck. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt. Nach zuvor drei deutlichen Siegen schwächelte die deutsche Auswahl dieses Mal.

»Es ist ja nichts passiert, wir sind ja noch immer Erster in der Gruppe. Es ist nicht angenehm, solche Spiele zu sehen, aber wir ziehen das Positive heraus. Wir wissen, wo wir ansetzen müssen, und das werden wir machen«, sagte Wück in der ARD.

Endemann verletzt, Minge sieht Rot

»Bei uns fehlte die Qualität im Passspiel. Es hat vorn und hinten nicht gepasst«, ergänzte Sjoeke Nüsken in der ARD: »Wir haben uns viel vorgenommen, haben es aber leider nicht umsetzen können. Wir sind aber immer noch Erster, in den beiden verbleibenden Spielen wollen wir wieder gewinnen.« Teamkollegin Linda Dallmann ergänzte: »Wir sind ein bisschen zu spät wach geworden. Aber wir sind eine junge Mannschaft und lernen aus solchen Spielen.«

Vier Tage nach dem 5:1 in Nürnberg gegen das Austria-Team zeigten sich die deutschen Frauen sichtlich bemüht, die von Wück geforderte Passsicherheit und auch ein schlaueres Laufverhalten umzusetzen – taten sich aber in der ersten Halbzeit erneut schwer. Die Österreicherinnen, bei denen die verletzte Sarah Zadrazil vom FC Bayern als Fußballerin des Jahres ausgezeichnet wurde, wehrten sich erst mal erfolgreich gegen den Favoriten.

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Lautstark und sichtlich ungeduldiger gab Wück an der Seitenlinie nach der Pause seine Anweisungen. Ein Schuss von Elisa Senß, der knapp am Tor vorbeiging, war zunächst die einzige Ausbeute. Dann brachte der Bundestrainer Bayern-Angreiferin Linda Dallmann für die verletzte Vivien Endemann, später noch Franziska Kett und Torjägerin Lea Schüller.

Die Spielerinnen hatten sichtlich mit der ungewohnten Situation zu kämpfen und agierten zunehmend nervös. »Worauf wartet ihr denn?«, rief Wück von außen, als es nicht schnell genug weiterging. In der 72. Minute wäre das Tor aber fast gefallen: Nach einem Mühlhaus-Freistoß parierte El Sherif den Kopfball von Nüsken, Abwehrchefin Minge köpfte den Abpraller an die Latte (72.). Kurz darauf wurde die Wolfsburgerin vom Platz gestellt, als sie bei einem Konter der Österreicherinnen Julia Hickelsberger unsanft und regelwidrig stoppte.

aha/dpa