WM-Quartier Brasilien soll Leverkusen trösten
Berlin - Während in Berlin die Freude über den gestern vom DFB-Präsidium in Rust abgesegneten WM-Plan groß war, machte man in Leverkusen trotz aller Enttäuschung gute Miene zum bösen Spiel. "Wir hatten einen großen Traum, der nun eben nicht verwirklicht wurde. Es ist legitim, dass ein neuer Trainer andere Vorstellungen hat. Wir werden nicht nachkarten und wünschen der deutschen Mannschaft alles Gute", sagte Meinolf Sprink, Sportbeauftragter der Bayer AG.
Laut Sprink werde es nun Gespräche mit dem DFB über einen Ausgleich oder eine Entschädigung geben, "wenn sich der Rauch verzogen hat, wird es allerdings kein öffentliches Geschachere geben". Bei der Entwicklung eines Konzepts ist man laut Gerhard Mayer-Vorfelder bereits "auf einem guten Weg".
Dabei geht es nach Aussage des DFB-Präsidenten jedoch nicht um eine finanzielle Entschädigung, sondern um eine "Goodwill-Aktion". Die sieht aller Voraussicht nach vor, dass in der BayArena ein oder zwei Länderspiele stattfinden. Zudem soll Weltmeister Brasilien der Standort Leverkusen während der WM schmackhaft gemacht werden.