WM-Schiedsrichter aus Saudi Arabien fragt nach Bestechungsgeld - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Vor Pokalfinale in Saudi-Arabien WM-Schiedsrichter fragt nach Bestechungsgeld

Er war als Unparteiischer für die WM vorgesehen, nun ist Fahad al-Mirdasi aus Saudi-Arabien lebenslang gesperrt worden. Weil er einem Klub den Pokalsieg angeboten hatte, bevor das Finale angepfiffen wurde.
Fahad al-Mirdasi (Archivbild, 2016)
Fahad al-Mirdasi (Archivbild, 2016)

Fahad al-Mirdasi (Archivbild, 2016)

Foto: KARIM JAAFAR/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kommt der Schiedsrichter vor dem Pokalfinale zum Klub-Präsidenten, fragt: Haste mal ein bisschen Geld? Dann werdet ihr auch Pokalsieger. So ähnlich scheint sich ein Gespräch in Saudi-Arabien abgespielt zu haben, wofür der nationale Fußballverband SAFF den Schiedsrichter Fahad al-Mirdasi lebenslang gesperrt hat.

Der Grund: Al-Mirdasi habe zugegeben, vor dem Pokalfinale zwischen Al-Ittihad und Al-Faysali den Präsidenten von Al-Ittihad nach Bestechungsgeld gefragt zu haben. Er war wenige Stunden vor dem Anpfiff von dem Endspiel abgezogen worden, das Al-Faysali am vergangenen Samstag 3:1 nach Verlängerung gewann.

Die SAFF hat den Fall an den Weltverband Fifa weitergeleitet, verbunden mit der Bitte, al-Mirdasi von der Liste für die Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) zu streichen. Der 32-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 unter anderem das deutsche Gruppenspiel gegen Fidschi (10:0) gepfiffen und auch Spiele beim Confed Cup 2017 in Russland geleitet.

sak/sid