WM-Tickets: Probleme bei der Auslieferung - DER SPIEGEL
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WM-Tickets Probleme bei der Auslieferung

Knapp zwei Wochen vor dem Anpfiff zur Fußball-WM warten noch Zehntausende von Fans auf ihre Karten. Auch Deutsche sind betroffen. Während es bezüglich der Spiele in Japan keine Beschwerden gibt, kommt es in Südkorea zu Verzögerungen.
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Seoul - Das südkoreanische Organisationskomitee (Kowoc) für die Fußball-WM im eigenen Land und Japan hat am Mittwoch massive Probleme bei der Auslieferung bestellter Eintrittskarten und dem Verkauf von Tickets eingeräumt. Nach Angaben der Asiaten sind die Ursachen für die Verzögerung beim Vertrieb der Billets technische Probleme der englischen Kartendruckerei. Ursprünglich sollten die bestellten Karten seit vergangenen Sonntag an Käufer in aller Welt verschickt werden. Nunmehr gab das Kowoc den kommenden Montag als Stichtag an.

Von den Schwierigkeiten sind auch Fans der deutschen Nationalmannschaft betroffen. Am Dienstag bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB), dass rund tausend Anhänger oder in Japan lebende Deutsche auf ihre insgesamt 3000 Karten warten. Der DFB kündigte für die drei Vorrundenspielen der Nationalelf am 1. Juni in Sapporo (Saudi-Arabien), am 5. Juni in Ibaraki (Irland) und am 10. Juni in Shizuoka (Kamerun) die Einrichtung von Sonderbüros an: Dort können die deutsche Fans, die Karten bestellt und bezahlt, aber nicht erhalten haben, bereits einen Tag vor dem jeweiligen Spiel eine Eintrittsberechtigung zu den Partien erhalten.

Eröffnungsspiel noch nicht ausverkauft


Auch der Absatz der Eintrittskarten zu den 32 Spielen im eigenen Land bereitet den Südkoreanern im Gegensatz zu den japanischen Mitausrichtern Sorgen. Insgesamt sind noch 250.000 der insgesamt 1,5 Millionen Tickets für fast alle Spiele im Land erhältlich, obwohl die Karten seit Monatsbeginn auch über das Internet erworben werden können. Lediglich die Partien des viermaligen Weltmeisters Brasilien gegen China (8. Juni) und Costa Rica (13. Juni) sind ausverkauft. Selbst für das Eröffnungsspiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und dem Senegal sowie die drei Auftritte des südkoreanischen Teams gibt es noch Karten. Für einheimische Fans standen 760.000 Eintrittskarten und für Ausländer 740.000 Billets zur Verfügung. Japans Kontingent von ebenfalls rund 1,5 Millionen Karten ist bereits ausverkauft.

Südkoreanische Medien sehen vor allem in der Preispolitik und der Spielplan-Gestaltung die Gründe für den schleppenden Absatz. Karten in Südkorea sind genauso teuer wie in Japan, obwohl die allgemeinen Lebenshaltungskosten in Korea erheblich niedriger sind. Zudem finden in Japan attraktivere Vorrunden-Begegnung wie das Duell der Ex-Weltmeister Argentinien und England statt.