WM-Torwart: Magath spricht Kahn Mut zu - DER SPIEGEL
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WM-Torwart Magath spricht Kahn Mut zu

Ohne Chance bei Werder Bremen verloren, nur noch vier Punkte Vorsprung vor dem Hamburger SV. Doch beim FC Bayern gibt es auch heute nur ein Thema: Oliver Kahn. Nach Ansicht seines Trainers Felix Magath könnte der Torhüter beim WM-Turnier noch eine wichtige Rolle spielen.
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München - "Es muss nicht derjenige, der das erste Spiel macht, auch im Finale im Tor stehen", sagte Magath heute. Nach dessen Ansicht hat Kahn seinen Traum von einem Einsatz bei der Fußball-WM noch nicht aufgegeben. "Er kämpft um seine Position, er wollte immer bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land dabei sein und Weltmeister werden, er kämpft um seine letzte Chance", so der Coach des deutschen Fußball-Meisters.

Bayern-Coach Magath: "Zwei Titel holen"

Bayern-Coach Magath: "Zwei Titel holen"

Foto: DPA

Magath begrüßte erneut Kahns Entscheidung, als Nummer zwei zur WM zu fahren. "Er hat jetzt den Kopf frei für den FC Bayern und die nächsten Aufgaben, den DFB-Pokal und die Meisterschaft, denn wir wollen zwei Titel holen", erklärte Magath. "Ich bin froh, dass das Thema erledigt ist." Damit, dass Jürgen Klinsmann den 36-Jährigen nicht als Reserve-Torwart zur WM mitnimmt, rechnet Magath nicht: "Wenn die Nummer zwei neu diskutiert würde, wäre ich überrascht."

Auch Bundestorwarttrainer Andreas Köpke geht fest davon aus, dass Klinsmann Kahn zur WM mitnimmt. "Warum sollte Jürgen ihn nicht nominieren?", sagte Köpke einen Tag nach Kahns öffentlicher Annahme seiner neuen Rolle als Nummer zwei hinter dem zum WM-Schlussmann ernannten Arsenal-Keeper Jens Lehmann. "Natürlich nehmen wir Oliver Kahn mit zur WM. Es ist nie angedacht gewesen, Oliver ganz weg zu lassen", sagte der 44-Jährige der dpa.

Unterdessen geht Magath davon aus, dass Kahn durch seinen bemerkenswerten Auftritt gestern viel Sympathie gewonnen hat. "Einige haben wohl geglaubt, er würde schmollen und aus Eitelkeit den Rücktritt erklären", äußerte sich Magath.

Morgen wollen Kahn und der FC Bayern beim Regionalligisten FC St. Pauli (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ins Finale des DFB-Pokals einziehen. Dabei kann Magath personell aus dem Vollen schöpfen: der am Schambein verletzte Michael Ballack wird ebenso wie der angeschlagene Lucio am Millerntor dabei sein. Auch Stürmer Claudio Pizarro, der am Montag wegen eines Infekts behandelt wurde, ist einsatzbereit.

pav/dpa

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