WM-Vorrunde: Der Auslosungsmodus - DER SPIEGEL
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WM-Vorrunde Der Auslosungsmodus

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Busan - Bei der Ermittlung der Gruppenköpfe belegte Deutschland (Koeffizient 54) hinter Brasilien (62), Italien und Argentinien (je 56) den vierten Platz. Spanien (45) wurde als letztes Team gesetzt. Mexiko (42) und England gingen leer aus.

Bei der Auslosung am Samstag spielen neben sportlichen Kriterien auch geografische Gesichtspunkte eine Rolle. Die 15 europäischen WM-Vertreter werden so verteilt, dass nicht mehr als zwei Uefa-Teams in einer der acht Vorrundengruppen spielen.

Die verbliebenen elf Europäer außer den vier Gesetzten (Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien) werden aus Topf zwei zuerst auf die Gruppen verteilt. Die drei nach dem ersten Durchgang noch nicht zugelosten Europäer werden auf Gruppen verteilt, in denen nur eine europäische Mannschaft vertreten ist.

In den dritten Topf wurden die Südamerikaner Ekuador, Paraguay und Uruguay sowie die beiden weiteren asiatischen Starter China und Saudi-Arabien eingeteilt. Topf vier bilden die fünf afrikanischen Teams (Südafrika, Nigeria, Kamerun, Senegal und Tunesien) plus die Concacaf-Vertreter Mexiko, USA und Costa Rica.

Obwohl die deutsche Mannschaft gesetzt wurde, droht dem DFB-Team eine schwere Gruppe mit möglicherweise Angstgegner England, Uruguay und dem von Winfried Schäfer trainierten Olympiasieger Kamerun.


Die Lostöpfe im Überblick:

Topf 1 (Gruppenköpfe):
Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich (Gruppe A), Italien, Japan (H), Spanien und Südkorea (D)

Topf 2:
Belgien, Dänemark, England, Irland, Kroatien, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Slowenien und Türkei

Topf 3:
China, Ekuador, Paraguay, Saudi-Arabien und Uruguay

Topf 4:
Costa Rica, Kamerun, Mexiko, Nigeria, Senegal, Südafrika, Tunesien und USA


Wichtigste Regelungen für die Auslosung:

* Aus dem Topf 2 werden zunächst acht Mannschaften den Gruppenköpfen aus Topf 1 zugelost. Die drei übrig gebliebenen Teams aus Topf 2 komplettieren Topf 3.

* In jeder Gruppe dürfen maximal zwei europäische Mannschaften stehen. Aus den anderen Kontinenten dürfen nicht zwei Mannschaften in derselben Gruppe sein.

* Frankreich spielt in der Gruppe A in Südkorea und bestreitet am 31. Mai in Seoul das Eröffnungsspiel.

* China spielt aus "geografischen und ökonomischen Gründen" in Südkorea. Um das asiatische Gleichgewicht zu wahren, spielt deshalb Saudi-Arabien in Japan.

* Die Gruppen mit Argentinien und Brasilien werden nicht im selben Land ausgespielt.

* Der nach der Auslosung erstellte Spielplan ist vorläufig. In der Nacht zum 2. Dezember können nach Rücksprache zwischen Fifa und den Fernsehanstalten die Anfangszeiten einzelner Gruppenspiele noch verändert werden.