Wohnort-Streit Beckenbauer verteidigt Klinsmann
Hamburg - Beckenbauer widersprach in der Diskussion um Klinsmanns Wohnsitz neben Schalkes Manager Rudi Assauer sogar Bayern-Manager Hoeneß: "Es ist gut, dass er Fluchtmöglichkeiten hat. In Deutschland hätte er doch keine Ruhe. So ist er weg, kann sich regenerieren und kommt auf andere Gedanken", so Beckenbauer. Allerdings sollte sich Klinsmann nach Meinung des WM-Organisationsleiters länger in Deutschland aufhalten als in Kalifornien.
Für Hoeneß' Forderung, Klinsmann müsse möglichst umgehend nach Deutschland umziehen, gibt es laut dem 40-Jährigen keinen Grund. "Ich bin zweimal im Monat in Deutschland, habe dort meinen zweiten Wohnsitz und kümmere mich sehr intensiv um die Dinge vor Ort", stellt Klinsmann klar. Die Äußerungen von Hoeneß seien überzogen. "Wenn Uli Hoeneß aber meint, wir müssten nächste Woche zusammen einen Cappuccino trinken, bin ich sofort da", bietet Klinsmann an.
Auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff sprang dem ehemaligen Weltklassestürmer zur Seite: "Wir könnten ja mal eine Umfrage unter den Spielern machen, ob sie mit dem Kontakt zu Jürgen Klinsmann zufrieden sind. Ich glaube, da würde Jürgen sehr gut abschneiden", so der 37-Jährige. "Wie er das organisiert, sollte man ihm überlassen. Wenn man sieht, was er in acht Monaten erreicht hat, muss man ruhig sein und ihn in Ruhe weiterarbeiten lassen", sagte Bierhoff.