Wolfgang Niersbach: "Hartwig ist eine verkrachte Existenz" - DER SPIEGEL
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Wolfgang Niersbach "Hartwig ist eine verkrachte Existenz"

Nachdem der ehemalige Nationalspieler die Bundesliga mit Drogengerüchten diskreditiert hat, erwägt der DFB, gegen William "Jimmy" Hartwig Klage zu erheben.
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Frankfurt am Main - Der DFB prüft rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Nationalspieler William Hartwig. Der frühere Bundesliga-Profi hatte zu Wochenbeginn in einem Interview behauptet, dass "mindestens 20 bis 30 Spieler" der Fußball-Bundesliga Kokain nehmen würden. "Das können wir nicht unwidersprochen lassen. Es kann nicht sein, dass eine - man muss es so sagen - verkrachte Existenz wie Jimmy Hartwig eine gesamte Branche diskreditieren kann", erklärte DFB-Pressechef Wolfgang Niersbach. Deswegen seien rechtliche Schritte gegen Hartwig beim DFB in Planung. Der DFB-Direktor machte darauf aufmerksam, dass ein ständiger Drogenmissbrauch von Fußball-Profis wegen der bestehenden Dopingtests nicht möglich sei.

In der vergangenen Saison sei von 630 im Training und nach Bundesligaspielen genommenen Dopingproben nur eine positiv gewesen, erklärte Niersbach. Dabei handelte es sich um den für Borussia Mönchengladbach spielenden Niederländer Quido Lanzaat. Der Zweitligaspieler war nach dem Konsum des Rauschmittels Marihuana positiv getestet worden. Die positive Probe war beim Hallen-Masters im Januar 2000 genommen worden. Den Gladbachern wurde der Turniersieg aberkannt, der unterlegene Finalgegner SpVgg Greuther Fürth zum neuen Sieger erklärt. Gegen dieses Urteil des DFB-Bundesgerichts hatte Mönchengladbach Einspruch erhoben. Die anhängige Entscheidung vor dem Ständigen Neutralen Schiedsgericht beim DFB soll am 8. November gefällt werden.