Wolfsburg ade Effenberg hat genug vom Mittelmaß
Wolfsburg - "Mir bringt es nichts, in einer Mannschaft zu spielen, mit der ich Zehnter oder Zwölfter werde", sagte Effenberg in einem "Kicker"-Interview, "ich muss sehen, dass sie Potenzial hat. Nur dann macht es für mich Sinn, in diesem Verein zu spielen."
Der momentan auf Platz zehn rangierende VfL Wolfsburg hat Effenberg bereits ein Angebot gemacht. "Wir wollen ihn halten und können ihm Einiges bieten", will Manager Peter Pander den Großverdiener ködern. Das Jahresgehalt des früheren Münchner Spielmachers wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Künftig soll Effenberg noch mehr verdienen.
Doch Effenberg, der im August vergangenen Jahres nach Wolfsburg gewechselt war und noch bis 30. Juni 2003 unter Vertrag ist, hat keine Eile. "Der VfL ist mein erster Gesprächspartner. Aber ich warte noch ein bisschen ab", sagte der Mittelfeldspieler, "in zwei, drei Wochen werde ich für mich eine Entscheidung treffen und dann bekannt geben."
Heim nach Hamburg?
Angeblich liebäugelt Effenberg mit einem Wechsel zum Bundesligakonkurrenten Hamburger SV, bei dem Wolfsburg am Samstag im Punktspiel gastiert. "Wenn ein Mann wie Effenberg auf dem Markt ist, muss man sich Gedanken machen", wird HSV-Coach Kurt Jara zitiert. "Ich würde so einen Transfer nicht kategorisch ausschließen", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer der "Bild"-Zeitung.
Für ein Engagement Effenbergs an der Elbe spricht Einiges. Der 35-Jährige wurde in Hamburg geboren. Zudem lebt und arbeitet seine Lebensgefährtin Claudia Strunz in der Hansestadt. Auch sportlich hat Hamburg mehr zu bieten als Wolfsburg. Den HSV trennen derzeit von einem Platz im Uefa-Cup zwei Punkte, den VfL sechs.