Wolfsburg - Lautern Erster Saisonsieg für Wolf
Wolfsburg - Es muss nicht immer schlecht sein, einem angeschlagenen Trainer das Vertrauen auszusprechen. Beim VfL Wolfsburg glaubten sie trotz des letzten Tabellenplatzes und keinem Sieg nach sieben Saisonspielen an Wolfgang Wolf, und das zahlte sich zumindest am Samstag aus.
Nach Toren von Andrzej Juskowiak (14.) und Frank Greiner (82.) besiegte der VfL den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer aus Kaiserslautern mit 2:0 (1:0). Und natürlich, da muss man sich nichts vormachen, dürften die beiden Torschützen ihrem Trainer damit den Arbeitsplatz erhalten haben. Denn eine weitere Niederlage hätten die Clubverantwortlichen Wolfgang Wolf wohl auch nicht mehr verziehen. So nah liegt das in der Bundesliga oft beieinander.
"Wir haben in der Woche sehr ruhig gearbeitet", sagte Wolf nach dem Abpfiff in Wolfsburg, "ich hatte keine Probleme mit meinem Manager und dem Vorstand." Auf die Frage, ob er glaube, dass die leidige Diskussion um seine Zukunft beim VfL jetzt ein Ende erreicht habe, antwortete der Trainer: "Das weiß ich nicht."
Lautern von Beginn an besser
Von Beginn der Partie an war Kaiserslautern vor 14.758 Zuschauern im VfL-Stadion die dominierende Mannschaft. In der fünften Minute bereits hätte Lincoln den FCK in Führung bringen müssen, doch Torwart Claus Reitmaier konnte den Schuss des Brasilianers aus 20 Metern Torentfernung parieren. Eine Minute später landete ein Eckball Lincolns auf der Latte des VfL-Tores; aufgrund einer Rippenprellung musste der Brasilianer später durch Youri Djorkaeff ersetzt werden.
Doch plötzlich durften die Wolfsburger Fans zum ersten Mal in dieser Saison über einen Führungstreffer ihrer Mannschaft jubeln: Nach einem Freistoß von Dorinel Munteanu von der linken Seite übersprang Juskowiak die gesamte Lauterer Abwehr und köpfte den Ball ein (14.). Eine Minute zuvor hatte der Stürmer eine ähnliche Chance nach Munteanu-Flanke von rechts noch ausgelassen.
Das Tor gab den Platzherren Auftrieb. Nur zwei Minuten nach dem 1:0 war es erneut Juskowiak, der Koch in Schwierigkeiten brachte. Als der Keeper an der Strafraumgrenze einen Angriff des VfL erwartete, versuchte es der Stürmer mit einem Heber aus 35 Metern, aber vergeblich. Auf der anderen Seite konnte sich Torwart Reitmaier auszeichnen, als er in höchster Not vor dem einschussbereiten Vratislav Lokvenc sowie gegen Tomasz Klos und Miroslav Klose rettete.
Kloses Verletzung
Auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Gastgeber eine vor allem in kämpferischer Hinsicht überzeugende Leistung und kamen zu weiteren guten Chancen. Nachdem Tobias Rau auf der linken Außenbahn durchgegangen war, konnte Koch die Flanke gerade noch entschärfen, sonst hätte Juskowiak wohl seinen zweiten Treffer markieren können (58.). Martin Petrov (62.) und der eingewechselte Dietmar Kühbauer (70.) vergaben gute Chancen, doch schließlich machte Greiner kurz vor dem Abpfiff den Sieg perfekt.
Unschöner Höhepunkt des Spiels war die Verletzung, die sich Lauterns Nationalstürmer Klose in der 54. Minute zuzog. Zunächst wurde der 23-Jährige mit Verdacht auf eine schwere Achillessehnenlädierung in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch noch am frühen Abend konnte Entwarnung gegeben werden: Klose war mit einer schmerzhaften Sprungelenkprellung davon gekommen.
VfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (1:0)
1:0 Juskowiak (14.)
2:0 Greiner (82.)
Wolfsburg: Reitmaier - Kryger, Schnoor, Franz - Greiner, Karhan (71. Kühbauer), Müller (78. Plassnegger), Rau - Munteanu - Juskowiak, Petrow (74. Ponte)
Kaiserslautern: Georg Koch - Klos, Hengen, Knavs - Grammozis, Ratinho, Lincoln (46. Djorkaeff), Ramzy, Strasser (46. Basler) - Lokvenc, Klose (54. Mifsud)
Schiedsrichter: Berg (Konz)
Zuschauer: 14.758
Gelbe Karten: Kryger (2) / Strasser (2), Hengen (2)