Zerknirschter Matthäus: "Ich war nicht bei Sinnen" - DER SPIEGEL
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Zerknirschter Matthäus "Ich war nicht bei Sinnen"

Nach dem Prozess gegen seinen alten Verein zeigt Lothar Matthäus sich plötzlich reumütig. Das Gefeilsche um die korrekten Abrechnungen aus seinem Abschiedsspiel mit dem FC Bayern München sei überflüssig gewesen, gestand der bayrische Fußballstar und entschuldigte sich für den "Kinderkram".
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München - Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150 Einsätze) fand nach seiner gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem FC Bayern München Worte des Bereuens. Er habe den Prozess gegen seinen alten Verein nie gewollt. Zuvor hatte Matthäus lange auf sein Recht gepocht und die korrekte Abrechnung der Einnahmen seines Abschiedsspiels durch den FC Bayern angezweifelt. In dem Streit mit Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte Matthäus auch seine Ehrenmitgliedschaft beim deutschen Rekordmeister niedergelegt.

In einem Gespräch mit der "Sport-Bild" bezeichnet Matthäus die Verhandlungen jetzt als Kinderkram. Der Prozess endete vorigen Donnerstag vor dem Landgericht in München mit einem Vergleich in Höhe von 7500 Euro. Matthäus zum Verfahren: "Beobachtet von 100 Journalisten, war ich vor Gericht aufgeregt, nicht bei Sinnen."

Er wolle das Buch am liebsten zuklappen, so der Trainer von Partizan Belgrad. Dennoch prüfen seine Berater und Anwälte, ob er bis zum 7.August den Vergleich widerrufen wird. Grundsätzlich fühlt sich der 42-Jährige von der deutschen Öffentlichkeit missverstanden. "Mir wird auf der ganzen Welt mehr Respekt entgegengebracht als in den eigenen vier Wänden", erklärte der Kapitän der deutschen Weltmeister-Elf von 1990.