Zidane-Comeback: Frankreich feiert den Retter - DER SPIEGEL
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Zidane-Comeback Frankreich feiert den Retter

Zinedine Zidane will wieder für Frankreich spielen. Der 33-Jährige soll sicherstellen, dass die "Equipe Tricolore" bei der Weltmeisterschaft in Deutschland teilnimmt. Ganz Frankreich freut sich auf die Rückkehr des Mittelfeld-Stars. Doch gibt es auch warnende Stimmen.
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Paris - Nach seiner Entscheidung wieder ins Nationalteam zurückzukehren, priesen die französischen Zeitungen Zidane als "den Retter", der die "Equipe Tricolore" doch noch zur WM 2006 in Deutschland führen soll.

"Le Figaro" überschlug sich mit der Schlagzeile: "Die unglaubliche Rückkehr von 'Zinedine Zorro'." "Le Parisien" widmete dem 33-Jährigen, der nach dem enttäuschenden Abschneiden der Franzosen bei der EM 2004 in Portugal zurückgetreten war, gleich die ersten drei Seiten: "Zidane lässt die Hoffnung aller Menschen leben." Die Sporttageszeitung "L'Equipe" meinte: "Nach einem Jahr am Abgrund, hat die Mannschaft diesen elektrischen Schock gebraucht. Jetzt geht es nur noch um Fußball."

Frankreichs Fußball-Legende Just Fontaine sprach von einem Risiko für Zidane. "Wenn wir die WM-Qualifikation nicht schaffen, wird man ihn dafür verantwortlich machen", erklärte der WM-Torschützenkönig von 1958. Das Boulevardblatt "France Soir" sieht in Zidanes Rückkehr daher nicht nur die größte und überraschendste, sondern auch die "gefährlichste Entscheidung des Stars wider Willen".

Die Franzosen liegen in der WM-Qualifikationsgruppe 4 derzeit mit 10 Punkten nur auf dem vierten Platz hinter Irland (13 Zähler), der Schweiz (12) und Israel (11).

Gestern hatte Zidane erklärt, wieder für Frankreich spielen zu wollen. "Wir haben lange darüber diskutiert. Ich habe dann intensiv darüber nachgedacht und bin zu der Entscheidung gekommen, dass ich wieder für Frankreich spielen will", sagte Zidane nach einem Gespräch mit Nationaltrainer Raymond Domenech. Demnach wird der ehemalige Weltfußballer am 17. August im Testspiel der Franzosen gegen die Republik Elfenbeinküste sein Comeback geben.

Zudem kündigte "Zizou" auch das Comeback von Claude Makelele an. "Auch Claude wird zurückkommen", sagt Zidane über den Mittelfeldspieler des englischen Meisters FC Chelsea. "Ich bin sehr froh, dass wir künftig mit Zidane und Makelele planen können. Es sind zwei Spieler mit viel Potenzial, die mit ihren Vereinen auf höchstem Niveau spielen", erklärte Coach Domenech. Nach Zidane und Makelele plant auch Star-Verteidiger Lilian Thuram vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin ein Comeback beim ehemaligen Welt- und Europameister.

Zidane, der in 93 Länderspielen 26 Tore erzielte, hatte nach dem enttäuschenden Abschneiden der Franzosen bei der EM 2004 in Portugal ebenso wie der 32-jährige Makelele seinen Rücktritt erklärt. "Das erste Mal in meinem Leben habe ich eine wichtige Entscheidung wieder rückkängig gemacht", räumt Zidane ein. Bei einer Umfrage im April hatten sich 74 Prozent der Franzosen eine Rückkehr des früheren Kapitäns gewünscht. 1998 beim Endturnier im eigenen Land führte Zidane die Franzosen zum WM-Titel, 2000 folgte der Sieg bei der EM in den Niederlanden und Belgien.

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