Zweitklassig: Ulm bezwingt Duisburg - DER SPIEGEL
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Zweitklassig Ulm bezwingt Duisburg

Im Duell der Bundesliga-Absteiger hat der SSV Ulm gegen den MSV Duisburg glücklich gewonnen. Die "Zebras" offenbarten ihre alte Schwächen.
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Duisburg - "Das war sicherlich ein sehr glücklicher Sieg, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber drei Punkte bei einem Aufstiegskandidaten stimmen mich zuversichtlich", sagte Ulms Coach Martin Andermatt nach dem schmeichelhaften, aber auch clever herausgespielten 2:1 (1:0)-Auftaktsieg im Duell der Erstliga-Absteiger beim MSV Duisburg. Dem passiven und defensiven Auftritt seines Teams gewann der Fußball-Lehrer durchaus Positives ab. "Es gehört auch eine gewissen Schlauheit dazu, solche Konter zu fahren."

Vor den schweren Spielen gegen Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach setzten vor allem drei der fünf Neuzugänge die Akzente im Ulmer Team. Neben den Torschützen Adnan Kevric ("Ich hatte mir ein gutes Spiel vorgenommen") und Thomas Medved war Keeper Andreas Hilfiker der große Rückhalt. "Nur durch ihn sind wir nicht in Rückstand geraten", lobte Andermatt seinen von TeBe Berlin geholten Torwart-Routinier, der in der forschen Anfangsoffensive des MSV ein ums andere Mal retten musste.

"Wenn uns in dieser Phase ein oder zwei Tore gelungen wären, hätten wir ein Fest feiern können", sagte der neue Duisburger Trainer Wolfgang Frank zum verpatzten Einstand. Der frühere Mainzer Coach hat den MSV mit fünf neuen Spielern und einem anderen System (4-4-2 statt 3-5-2) zwar runderneuert, bis auf die starke Anfangsphase offenbarten die "Zebras" aber alte Schwächen. "Das braucht alles noch seine Zeit, aber die Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt", meinte der MSV-Coach, dessen Team nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Michael Zeyer und der Roten Karte für den Ulmer Sascha Rösler in der Schlussphase auch aus der Überzahl kein Kapital schlagen konnte.

Das neue Angriffsduo Jean-Kasongo Banza/Sören Seidel zeigte gute Ansätze, vor allem Seidel aber nutzte hochkarätige Torchancen nicht. "Ich hätte das eine oder andere Tor machen müssen. Aber ich stecke jetzt nicht den Kopf in den Sand. Auf diese Leistung können wir aufbauen", sagte der kurz vor Saisonbeginn von Werder Bremen geholte Angreifer. Frank ist zuversichtlich, dass sein Team in den kommenden Wochen auf Kurs kommt. "Wir werden unseren Weg weiter beschreiten. Langweilige Spiele wird es keine mehr geben, und dann kehren wir auch in den Kreislauf des Erfolges zurück", versprach der MSV-Coach.